Chronographen

Das schönste Stop and Go

Chronographen sind in unserem Alltag unentbehrlich – und machen Mikromechanik zum haptischen Erlebnis

Ein Zifferblatt mit kleinen Extra-Kreisen, zwei Drücker über und unter der Krone: Viele mögen den Fachbegriff Chronograph gar nicht kennen, sehen aber auf den ersten Blick, was sie vor sich haben: eine Uhr, die nicht nur die Zeit anzeigt, sondern auch Zeiträume ganz exakt messen kann, von Sekundenbruchteilen bis zu einigen Stunden: ob beim Sport, beim Kochen oder beim Einüben einer wirklich wichtigen Rede. Gleich nach der Datumsanzeige ist diese Stoppfunktion wohl die häufigste Komplikation, aber nicht etwa die einfachste, ganz im Gegenteil. Schließlich muss das Starten und  Stoppen der Messzeiger immer gleich exakt und schlagartig erfolgen – eine Präzision, die der Träger einer solchen Uhr auch haptisch erlebt, wenn er die Drücker betätigt.
Bis zu 300 Teile umfasst ein mechanisches Chronographenwerk, seine präzise Montage kann in der Manufaktur Wochen dauern. Erst vor knapp 50 Jahren ließen sich Chrono-Funktion und automatischer Antrieb erstmals kombinieren. Und bis heute hat mancher renommierte Hersteller kein eigenes Chronographenwerk im Sortiment. Nicht weil das zu profan wären, sondern weil es sehr schwierig ist, so einen komplizierten wie robusten Mechanismus zu entwickeln und in Serie zu bauen.

Rennfahrer oder Flieger: Die Skala macht’s

Chronograph bedeutet wörtlich „Zeitschreiber“ und die Vorläufer der heutigen Uhren markierten tatsächlich kurze Zeiträume mit Tinte auf rotierenden Scheiben. Gebaut wurden sie wie die ersten Taschenuhr-Chronographen für die Besucher von Pferderennen. Und im Sportbereich sind die Uhren bis heute zu Hause: Sie messen nicht nur Gesamt- und Rundenzeiten, sondern mit ihren umlaufenden Tachymeter-Skalen, mal auf dem Zifferblatt, mal auf der Lünette, auch die Geschwindigkeit eines Fahr- oder Flugzeugs: Hohe oder niedrige Werte zeigen, ob die Uhr und ihr Träger automobilen Themen oder der Aviatik zuneigen. Wobei wie in Anfangszeiten gilt, dass die Messung besser Aufgabe von Beobachtern, Beifahrern und Copiloten bleiben sollte.

„Das spürt man einfach“

Die technischer Aufwand steigt mit den Sonderaufgaben der Chronographen: Bei Flyback-Modelle lässt sich der Stoppzeiger mit einem Knopfdruck nullstellen und neu starten, um Rundenzeiten zu messen. Und Schleppzeiger-Chronographen (Rattrapante) verfügen gleich über mehrere Stoppzeiger, die gemeinsam gestartet, aber bei Bedarf getrennt angehalten werden, um beispielsweise den Zeitabstand zwischen zwei Läufern oder Fahrern zu erfassen. 
Umso schwieriger sind solche Mechanismen zu bauen, wenn sie in einem vergleichsweise kleinen Gehäuse Platz finden sollen. Das müssen sie heute aber nicht nur, weil der Trend zur riesigen Uhr längst vorbei ist, sondern weil seit etwa zehn Jahren auch immer mehr Frauen mechanische Chronographen zu schätzen wissen, wie Wempe-Werkstattleiter Taco Walstra beobachtet hat,  Chronographen sind, natürlich,  vor allem praktisch. Nebenher wirken sie, je nachdem, sportlich, auf jeden Fall souverän Und: „Wenn man den Drücker betätigt und die Nullstellung klickt, das spürt man einfach, das ist sehr sinnlich“, sagt Walstra.

Wir beraten Sie gerne individuell zu Chronographen in einer Niederlassung Ihrer Wahl – ganz gleich, ob Sie gerade in New York, London oder vielleicht Hamburg unterwegs sind.

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