Die Meister der Knöpfe

Die besten Manschettenknöpfe kommen aus einem Dorf in Süddeutschland. Sie werden in der Mönsheimer Manufaktur Emil Kraus gefertigt und sind bei Wempe erhältlich. Von Werbung hält man dort wenig: Ihren Wert könne man besser erfühlen.

Man müsse gar nicht lange darüber reden, sagt Katja Binder, Geschäftsführerin der Manschettenknopf-Manufaktur Emil Kraus im schwäbischen Mönsheim:

 

Nehmen Sie sie in die Hand, dann werden Sie fühlen, worum es uns geht.

 

Also fühlen wir: zuerst über die Oberfläche eines Knopfes der Kollektion CEO – Schieferplättchen mit feinster Struktur, perfekt eingepasst in die Lünette. „Sie werden keine zwei gleichen finden“, sagt sie. Und der glitzernde Senator-Knopf: „256 diamantierte Facetten“, erklärt ihr Mann Marcus. Und die Serie mit Motivknöpfen, Elefanten, Widdern und Löwen – handgemalt in einen glattpolierten Bergkristall, der vorher ausgehöhlt wurde. „Die Malerin benutzt einen Pinsel mit einem einzigen Haar.“

Glatt wie eine Billardkugel ist sogar der Klappmechanismus. Kein Grat, kein Stift steht hervor, an dem ein feines Hemd reißen könnte. „Sehen Sie? Das muss man einfach erfühlen“, sagt Katja Binder.

Mitte des 17. Jahrhunderts lösten „boutons de manchette“ die Seidenbändchen zum Hemdenschnüren ab. Erst am Hofe Ludwigs XIV., dann in ganz Europa avancierten sie zum Kultschmuck aus Perlmutt, Gold oder Edelsteinen. Bis heute liegt ihr Reiz etwa in der Präsentation von Wappen oder Hobbys. Spätestens Prinzessin Diana machte Manschettenknöpfe auch für Frauen hoffähig.

150 Jahre dieser Geschichte hat die Firma Emil Kraus miterlebt, als Marke und als Lieferant für die luxuriösesten Namen in der Schmuck- und Uhrenbranche. Die Punze, ein stilisiertes Segelschiff, erinnert an den Nachnamen des Gründers: Kahn aus Schwäbisch-Gmünd. Nachdem die Firma im Krieg zerstört worden war, baute sein Mitarbeiter und Freund Emil Kraus das Unternehmen wieder auf und führte es, bis er Anfang der 1970er-Jahre plötzlich verstarb.

Seine Tochter Gabriele, eigentlich Bankkauffrau, übernahm das Geschäft und machte es zu einer Institution: „La Grande Dame“ nannte man sie in Genf. Stapel ihrer Weihnachtspost mit persönlichsten Widmungen liegen noch im Schrank. Der Leumund der „Grande Dame“ hat den Binders den Einstieg erleichtert. Kim-Eva Wempe lud diese nach Hamburg ein, als sie erfuhr, dass die Firma wieder Fahrt aufnimmt.

Doch genauso wichtig wie die Kunden sind den Binders ihre Mitarbeiter: Versierte Goldschmiede und Polisseure gravieren, schweißen, feilen und polieren an Knöpfen, Bügeln, Stegen. Sie sind seit vielen Jahren das Herz des Unternehmens, Handwerk und Technik ihre Leidenschaft. Als technischer Leiter fungiert ein Ingenieur, der unter anderem auch einen neuen 3-D-Drucker und ein modernes Lasergerät einsetzt.
Die Verbindung von Tradition mit innovativer Technik ist Teil der Unternehmensphilosophie. „Das macht sonst niemand in unserer Branche“, sagt Marcus Binder stolz. Schnell und flexibel seien sie, ob spezielle Edelsteine, individuelle Symbole oder Zeichnungen: In vier Wochen könnten sie die heute so gefragten Individualisierungen umsetzen. So etwa die Knöpfe, die sich ein norwegischer Kunde wünschte. Der schickte ihnen zwei schwarze 20-Karat-Diamanten gleich mit. Und die Manschettenknöpfe? „Die waren geradezu magisch“, sagt Marcus Binder. „Man musste sie immerfort anschauen.“

Entdecken Sie meisterhafte Handwerkskunst, gefertigt in der Manufaktur Emil Kraus!

Emil Kraus Manschettenknöpfe

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