Eine Wempe Glashütte I/SA Uhr für jede Mission

Wer zu jeder Gelegenheit die passende Uhr tragen möchte, braucht eine solide Grundausstattung. Aber was gehört alles dazu? Unser Uhrenexperte Jörn Kengelbach lässt sich inspirieren von keinem Geringeren als Bond, James Bond.

Zeichnung Jörn Kengelbach
Jörn Kengelbach, Chefredakteur "Robb Report"
Wie der Beruf es mit sich bringt, werde ich natürlich nicht selten auf Empfängen, beim Abendessen oder einfach an der Bar gefragt, welche Armbanduhr man sich denn nun zulegen solle. Da die Frage so einfach nicht zu beantworten ist, und ich mein Gegenüber nicht mit genau dieser Antwort enttäuschen möchte, empfehle ich gern die sogenannte Agentenlösung.

Um das zu verstehen, ist ein kleiner Ausflug in die Uhrengeschichte und die Zeit der Entstehung der James-Bond Romane Ian Flemmings nötig. Denn auch wenn viele Liebhaber wertvoller Zeitmesser vor allem eine Genfer Manufaktur (und in jüngerer Vergangenheit eine Bieler Marke) mit dem Namen Bond verbinden, gebührt Ian Flemming die Ehre, die moderne Armbanduhr für jede Gelegenheit erfunden zu haben. 
Auch wir bei Wempe Glashütte setzen auf die Agentenlösung, und haben daher für jeden Anlass und jedes Abenteuer die passende Uhr konstruiert und von Hand gefertigt. Aber am besten Sie überzeugen sich selbst.

1. Die Universelle

Die perfekte Grundausrüstung sieht dann ungefähr so aus: Als erstes brauchen Sie ein absolut zuverlässiges Gerät, das Sie für alle Gelegenheiten wappnet. Die Uhr sollte in jeder Situation ihren Dienst verrichten können und so gut wie überall auf der Welt zu reparieren sein. Sie wählen robusten Edelstahl als Material für Band und Gehäuse, ein zuverlässiges Automatikwerk von ETA oder ein Manufakturwerk mit einer Gangreserve von mindestens zwei, besser drei Tagen und verlassen sich auf eine Wasserdichtigkeit von mindestens 100 Metern dank verschraubter Krone. Ein kratzfestes Saphirglas gehört heute zum Standard, achten Sie auf entspiegelte Gläser, hier gibt es große Unterschiede. Die Indexe des Zifferblatts sollten mit großer Leuchtmasse belegt sein. 

Unser Wempe Zeitmeister Tipp:

2. Die Sportliche 

 Kommen wir zu Ihren Sondereinsätzen nach dem Business-Alltag. Im Wesentlichen geht es bei Armbanduhren hier um drei Einsatzgebiete: Die Unterwasserwelt, der Luftraum und die Rennstrecke. Da heute selbst Menschen ohne ein Faible für Aviatik im Monat oft mehr fliegen als Sixties-Geheimagenten in ihren besten Jahren, stehen Fliegeruhren gleich doppelt hoch im Kurs. Besonders wer selber fliegt, nimmt gerne eine Breitling Navitimer mit ins Cockpit. Der Name hat nichts mit der Navy zu tun, sondern bezieht sich auf die Flugnavigation. Das 1952 vorgestellte Modell ermöglichte es Piloten erstmals, Rechenschieberfunktionen auf der drehbaren Lünette vorzunehmen, um Steig- und Sinkflugraten sowie Treibstoffverbrauch zu berechnen. Besonders praktisch: Alle Funktionen haben bis heute Gültigkeit und werden als analoges Backup für den Fall der Fälle gerne am Arm getragen. 

Unser Wempe Zeitmeister Tipp:

3. Die Elegante

Wer jetzt noch etwas vermisst, hat vollkommen recht. Das wichtigste Einsatzgebiet des berühmten Filmagenten war ja stets die Cocktailbar oder das Casino. Bond trug auch bei glamourösen Abendeinsätzen gerne seine Toolwatches. In den 1960er Jahren machte Darsteller Sean Connery auf diesem Weg Stahluhren erstmals salonfähig. Bis dahin wäre niemand auf die Idee gekommen, mit einer Edelstahluhr in die Oper zu gehen. Auch das unterscheidet übrigens den Film-Bond vom Roman Bond, der so etwas nie getan hätte. 1950 wäre das ungefähr so unangenehm aufgefallen, als würden Sie sich heute mit einem Funkgerät in die Oper setzen.

Sich am Ende der Suche dann doch für eine elegante Dresswatch, vielleicht sogar aus Gold zu entscheiden, zeugt nicht nur von feinem Gespür für den richtigen Anlass, sondern bringt noch weitere Vorteile mit sich (und ich meine jetzt nicht die vielbeschworene letzte Finanzreserve am Handgelenk, möge es nie soweit kommen): Eine flache, schlichte Uhr mit nicht viel mehr als zwei oder drei Zeigern für Stunden, Minuten und Sekunden, ist gleichermaßen gut für den Abend wie für das Office geeignet. Und als zeitloses Schmuckstück eignet sie sich zudem besser fürs Vererben an die nächste Generation. Gerade in Deutschland erinnere ich Kunden in diesem Zusammenhang immer wieder gerne daran, dass auch hierzulande außergewöhnlich gute Uhren gebaut werden, zum Beispiel im sächsischen Glashütte.

Unser Wempe Zeitmeister Tipp:

4. Die Mondsüchtige

 Wie bei allen Dingen im Leben, gibt es natürlich immer auch einen charmanten dritten Weg. Uhren, die nicht zu extrovertiert sportlich, aber auch nicht zu unauffällig dezent sind. Wempe beschritt den Weg vom Händler zum Hersteller im Jahr 2006 und stellt seit über zehn Jahren in der Sternwarte von Glashütte eigene Armbanduhren her. Die Sternwarte wollte Wempe übrigens kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zusammen mit der oben erwähnten Manufaktur A. Lange & Söhne betreiben. Heute werden dort und in den 2010 errichteten Nebengebäuden besondere Uhren gefertigt: Alle Modelle verfügen nämlich über ein Deutsches Chronometerzeugnis, das die Ganggenauigkeit bescheinigt, dem einzigen Zertifikat dieser Art in Deutschland. Eines der erfolgreichsten Modelle der Linie wurde 2009 mit dem Uhrenpreis Goldene Unruh ausgezeichnet. Die Wempe Zeitmeister Vollkalender Mondphase besitzt nicht nur einen eigens konstruierten Unruhkloben, der eine noch bessere Feinreglage ermöglicht. Neben einem Vollkalender verfügt die Uhr auch über eine Mondphasenanzeige. Solche Armbanduhren, getragen mit einem eleganten Fullcut Krokoband, erlebten in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts ihren ersten Boom, der zweite fand statt als Ian Flemming gerade Casino Royale schrieb. Das derzeitige dritte Comeback der Anzeige des Mondalters ist der wohl wichtigste Trend der letzten fünf Jahre. Und damit sind wir auch beim Kern der Bond-Romane und -Filme angekommen, ob man nun Agenten liebt oder nicht: Guter Stil stirbt nie aus.  

Unser Wempe Zeitmeister Tipp:

Cover Magazin Selected by Wempe November 2017

Selected BY Wempe

Den Originalbeitrag „In geheimer Mission“ von Jörn Kengelbach lesen Sie in der aktuellen Selected BY Wempe Ausgabe.

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