A. Lange & Söhne & wempe Tourbograph Perpetual
A. Lange & Söhne | Tourbograph Perpetual „Pour le Mérite“

Fünf Komplikationen in einem Meisterwerk

Der Tourbograph Perpetual „Pour le Mérite“ von A. Lange & Söhne ist der Inbegriff klassischer Uhrmacherkunst

Mechanischer Mikrokosmos

A. Lange & Söhne gibt einen Einblick in die Entstehung des Tourbograph Perpetual „Pour le Mérite“

Der fünfte Zeitmesser von A. Lange & Söhne mit dem Zusatz „Pour le Mérite“ vereint fünf Komplikationen. Den sächsischen Meisteruhrmachern ist es gelungen, in seinem eleganten Platingehäuse Tourbillon, Kette-Schnecke-Antrieb, Chronograph, Rattrapante-Funktion und ewigen Kalender unterzubringen. Die Vielzahl komplexer Mechanismen stellt höchste Ansprüche an Finish und Montage. Das erklärt die Limitierung auf nur 50 Exemplare.

 Komplizierter, präziser, perfekter

Der Tourbograph Perpetual „Pour le Mérite“ ist das Ergebnis einer kontinuierlichen Leistungssteigerung: 1994 sorgte das legendäre Tourbillon „Pour le Mérite“, die erste Armbanduhr mit Tourbillon und Antrieb über Kette und Schnecke, für Aufsehen. Im Jahr 2005 ging die sächsische Manufaktur einen Schritt weiter und fügte den beiden aufwendigen Konstruktionen einen Chronographen mit Rattrapante-Funktion hinzu. Das machte den Tourbograph „Pour le Mérite“ zur bis dahin kompliziertesten Uhr von A. Lange & Söhne. 

Nun ist es gelungen, das Uhrwerk mit einer fünften Komplikation auszustatten. Die Integration des ewigen Kalenders stellte die Konstrukteure vor die anspruchsvolle Aufgabe, das Zusammenspiel der diffizilen Mechanismen so zu orchestrieren, dass es nicht zu mechanischen Konflikten oder vermeidbaren Energieverlusten kommt. Der Mechanismus des ewigen Kalenders wurde um das Tourbillon herum angeordnet, um das Werk so flach wie möglich zu halten und den Gehäusedurchmesser nicht über 43 Millimeter hinaus wachsen zu lassen.

Ein durch und durch klassisches Konzept

Der Tourbograph Perpetual „Pour le Mérite“ ist der Inbegriff klassischer Uhrmacherei – vom Design über die Konstruktion bis hin zur handwerklichen Vollendung. Der traditionelle Ansatz zeigt sich schon auf dem Zifferblatt: Arabische Ziffern, umlaufende Eisenbahn-Minuterie, gebläute Stahlzeiger für die Zeit und rhodinierte Goldzeiger für den Kalender sowie kleeblattförmig arrangierte Hilfszifferblätter erinnern an die berühmten Lange-Taschenuhren. Das Konzept setzt sich in Werkdetails wie der Kolonnenradschaltung für Chronograph und Rattrapante sowie der Schraubenunruh fort. 

Der letzte Schliff

Das Manufakturkaliber ist nach allen Regeln der Uhrmacherkunst veredelt. Dazu gehören thermisch gebläute Schrauben, verschraubte Goldchatons, mit Glashütter Bandschliff und Perlage dekorierte Brücken und Platinen aus naturbelassenem Neusilber sowie eine handgravierte Chronographen-Brücke. Die ultimative Steigerung findet sich in typischen Qualitätsmerkmalen wie den beiden Diamantdecksteinen, in denen der Tourbillonkäfig gelagert ist, und in der schwarzpolierten Tourbillonbrücke. Ihre geschwungene Form bedeutet für die Finisseure eine besondere Schwierigkeit. Denn sie müssen die schmale Stahloberfläche so vollkommen auf Hochglanz bringen, dass das einfallende Licht nur in eine einzige Richtung reflektiert wird. Nur aus diesem Winkel betrachtet leuchtet die Fläche. Aus allen anderen Perspektiven erscheint sie tiefschwarz.

Der Tourbograph Perpetual „Pour le Mérite“ ist eine Hommage an die Präzision. Zwei seiner fünf Komplikationen dienen nur dem Zweck, die Ganggenauigkeit zu verbessern.
Wilhelm Schmid, Lange-CEO
Tourbograph Perpetual Uhrmacher

Mehr Sein als Schein

Der Tourbograph Perpetual „Pour le Mérite“ ist ein Musterbeispiel für das bei A. Lange & Söhne gepflegte Understatement: Zwei seiner fünf Komplikationen haben nur die Aufgabe, die Gangstabilität zu erhöhen. Der Kette-Schnecke-Mechanismus sorgt für einen gleichmäßigen Kraftfluss vom Federhaus zur Unruh. Befreit von den Einflüssen der Schwerkraft schwingt diese im Inneren des rotierenden Tourbillonkäfigs. Die Steuerung von Chronograph- und des Rattrapante-Mechanismus erfolgt klassisch und exakt über zwei Kolonnenräder.

Nur die besten Uhrmacher

Eine auf den ersten Blick kaum vorstellbare Herausforderung ist die Montage des Uhrwerks. Denn kein Montageprozess verläuft wie der andere. Auch wenn jedes der 684 Bauteile innerhalb der im Mikrometerbereich liegenden Fertigungstoleranzen bleibt, muss der Uhrmacher später noch unzählige kleine Anpassungen vornehmen, bevor alle Mechanismen so perfekt ineinandergreifen, wie die Konstrukteure es sich vorgestellt haben. Das verlangt von den Uhrmachern ein Höchstmaß an technischem Verständnis, Erfahrung und Fingerspitzengefühl sowie eine schier unendliche Geduld. Nur ein kleines Team von Spezialisten, durch deren Hände im Laufe der Jahre schon die anspruchsvollsten Konstruktionen gegangen sind, ist in der Lage, diesen mechanischen Mikrokosmos zu erschaffen. 

Die harmonische Interaktion der fünf Komplikationen lässt nicht im Ansatz erahnen, wieviel Arbeit dahinter steht.
Anthony de Haas, Direktor Produktentwicklung bei Lange
A. Lange & Söhne Tourbograph Perpetual

Gleichmaß vom Anfang bis zum Ende

Der uhrmacherische Hindernisparcours beginnt bereits bei der Montage des Kette-Schnecke-Mechanismus. Unter geschickter Nutzung der Hebelgesetze bewirkt er, dass die Antriebskraft der Aufzugsfeder mit stets gleichem Drehmoment an das Uhrwerk weitergegeben wird. Nachdem der Uhrmacher die aus 636 Teilen bestehende Kette um das Federhaus gewickelt hat, setzt er die beiden Komponenten in das Grundwerk ein. Danach verbindet er die Kette mit der Schnecke. Zuvor hat er im Inneren der Schnecke ein winziges Planetengetriebe montiert. Es sorgt es dafür, dass der Kraftfluss vom Federhaus zur Gangpartie beim Aufziehen der Uhr nicht unterbrochen wird. 
 
A. Lange & Söhne Tourbograph Perpetual

Einmal durch das ganze Uhrwerk

Chronograph- und der Rattrapante-Mechanismus befinden sich auf der Werkseite und bestehen zusammen aus 136 Einzelteilen. Alle Komponenten der aufwendigen Schaltradkonstruktion werden während der Montage von Hand angepasst und justiert. Die Rattrapante-Zeigerwelle ist circa einen Zentimeter lang und reicht vom Zifferblatt bis zum Rattrapante-Rad auf der entgegengesetzten Seite des Werks. Die Welle wird aus einem Stück gehärteten Rundstahl gedreht und mit äußerster Sorgfalt von Hand gerichtet. Anschließend wird sie durch die rohrförmige Chronographen-Zeigerwelle geführt. 
 
A. Lange & Söhne Tourbograph Perpetual

Alles im Griff

Die Steuerung der Chronographen- und des Rattrapantezeiger erfolgt über zwei Kolonnenräder. Eines von ihnen lenkt die Arme der durch den Saphirglasboden gut sichtbaren Rattrapantezange aus. Sie ist schwimmend gelagert, so dass sich die Arme an den Außenkanten des Rattrapanterads zentrieren und es von beiden Seiten mit gleichmäßigem Druck greifen können. Die Oberflächen von Zange und Rad werden mit einem Strich- beziehungsweise Kreisschliff finissiert. Die feinen Zähne des Rads werden angeraut, um es griffiger zu machen. Darüber hinaus werden die anglierten Phasen poliert und der Umfang geschliffen.
 
A. Lange & Söhne Tourbograph Perpetual

Erste Korrektur im Jahr 2100

Der ewige Kalender gibt die unterschiedlichen Längen aller Monate im 100-Jahre-Zyklus des Gregorianischen Kalenders richtig wieder. Das heißt, er muss erst im Jahr 2100 um einen Tag korrigiert werden. Dafür sorgt das 48er-Programmrad des Kalendermoduls, das für jeden Monat eine Vertiefung oder Erhöhung hat. Das siebenstufige Getriebe der Mondphasenanzeige ist so exakt berechnet, dass sie bei erst nach 122,6 Jahren um einen Tag korrigiert werden muss. Den tiefblauen Farbton der weißgoldenen Mondscheibe ermöglicht ein patentiertes Beschichtungsverfahren. Interferenzeffekte wirken wie ein Filter, der alle nicht-blauen Farbanteile des einfallenden Tageslichts ausblendet. Die scharf konturierten Sterne werden anschließend mit einem Laserstrahl aus der Beschichtung herausgeschnitten.
 
Wempe Genf 2017 Uhrenmesse A.Lange & Soehne Uhr Pour le Merite Tourbograph

Tourbograph Perpetual »Pour le Mérite«

Die Kombination von fünf Komplikationen macht die Uhr zu einem beispiellosen Meisterwerk.
  • Material: 950/- Platin mit Alligatorlederarmband
  • Uhrwerk: Handaufzug, Lange-Kaliber L133.1
  • Durchmesser: 43 mm
  • Besonderheiten: Tourbillon, Kette-Schnecke-Antrieb, Chronograph, Rattrapante-Funktion, Ewiger Kalender mit Mondphase, limitiert auf 50 Exemplare
  • Wempe-Referenz: LA500021
  • Preis: Preis auf Anfrage
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