Schmucklexikon

Was unterscheidet den Brillanten vom Diamanten? Was bedeutet Santa Maria? In unserem Lexikon entdecken Sie Wissenswertes aus der Welt der Juwelen und der Goldschmiedekunst.

Akoyaperle

Sie ist der Klassiker unter den Perlen: Die Akoyaperle war die erste, deren Zucht Anfang des 20. Jahrhunderts gelang. Heute kommt sie überwiegend aus Japan, daneben aus China und Vietnam. Zur Zucht wird die Akoya-Perlenauster, die Pinctada martensii, genutzt. Akoya-Zuchtperlen werden in der Regel zwei bis neun Millimeter groß. Sie bestechen durch ihren intensiven Lüster und ihr helles Farbspektrum von Weiß, Rosé und Creme bis hin zu Silbergrau.

Altschliff

Der Altschliff stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist der direkte Vorläufer des heute bei Diamanten am häufigsten vorkommenden Brillantschliffs. Der Altschliff wurde mit einer anderen Anzahl und Anordnung der Facetten gestaltet als später beim Brillanten üblich. Daher wirken Diamanten, die im Altschliff gestaltet wurden, nicht so feurig und leuchtend wie der Brillant. Es gibt verschiedene historische Diamantschliffe, die in altem Schmuck vorkommen. Steine mit diesen Schliffen werden heute allesamt als Diamant-Altschliffsteine bezeichnet.

Amethyst

Als der griechische Gott Dionysos der jungen Nymphe Amethyst allzu aufdringlich nachstellte, verwandelte sich die Göttin der Keuschheit in einen funkelnden Edelstein. So erklärte Aristoteles den Ursprung des Amethysts und seine angebliche Kraft, den Träger vor Trunkenheit zu schützen. Daher auch der Name, der vom griechischen améthystos ( dem Rausch entgegenwirkend ) stammt. Der Amethysts gehört zur Gruppe der Quarze, ist sattviolett bis blassrotviolett. Bei Erhitzen verändert sich die Farbe (Citrin). Bedeutendste Vorkommen liegen in Südbrasilien, Uruguay und Madagaskar.

Ankerkette

Die Ankerkette gehört neben der Panzerkette zu den klassischen Kettenformen. Charakteristisch für die Ankerkette sind ovale Kettenelemente, die abwechselnd horizontal und vertikal miteinander verbunden sind. Dies ist eine der reißfestesten Kettenarten überhaupt. Die Ankerkette ist die Grundform für viele Variationen: Zum Beispiel können die einzelnen Kettenelemente abgeflachte (Flachankerkette) oder weich gerundete (Rundankerkette) Außenseiten haben.

Aquamarin

Der Sage nach stammt er aus den Schatzkästen der Meerjungfrauen: Der Aquamarin, dessen Name aus dem Lateinischen kommt und Wasser des Meeres heißt. Dies offenbart er durch seine lebhaft glänzende Farbe von blassem bis zu tiefem Blau und Blaugrün. Am begehrtesten ist das tiefe Blau, das auch Santa Maria genannt wird. Der Aquamarin gehört zur Gruppe der Berylle. Die bedeutendsten Lagerstätten befinden sich in Brasilien und Madagaskar.

Baguette

Der Baguetteschliff ist eine besondere Art des Edelsteinschliffs. Seine Form ist schmal, rechteckig und mit ausgeprägter, länglicher Tafel, um die zwei Reihen von lang gestreckten Facetten treppenartig angeordnet sind. Diese Schliffform wurde um 1925 entwickelt und zunächst nur für Diamanten verwendet, später auch für andere Steine. Besonders geeignet ist sie für durchsichtige Steine.

Bajonettverschluss

Der Bajonettverschluss ist eine sowohl sichere als auch innovative Verschlusstechnik für Colliers. Eine Schließe, die oft als schmückendes Mittelteil auftritt, hat an zwei Seiten ein kleines Loch mit Scharnieren. In dieses passen zwei Stifte, die an jedem Ende des Colliers angebracht sind und die durch eine Drehbewegung in der Schließe arretiert werden können. Dieses Prinzip erlaubt, dass Schließen an verschiedenen Colliers getragen werden können bzw. ein Collier mit verschiedenen Mittelteilen geschmückt werden kann.

Barockperle

Es ist nicht selbstverständlich, dass bei der Perlzucht runde Exemplare entstehen. Ganz im Gegenteil: Die meisten Perlen geraten aus der Form. Wenn sie in verschiedene Richtungen wachsen und außergewöhnliche Gestalt annehmen, werden sie Barockperlen oder Off-Shape-Perlen genannt. Je nach Form sind sie sehr gefragt, da aus ihnen individueller Schmuck entstehen kann.

Behandelt

Manche Edelsteine können in ihrer ursprünglichen Farbe verändert werden: Beim Erhitzen auf mehrere hundert Grad können unregelmäßige oder wenig attraktive Farbnuancen verbessert werden. Am bekanntesten ist die thermische Behandlung des Amethysts, der je nach Behandlungsdauer und Temperatur gelb (Zitrin) oder grün (Prasiolith) werden kann. Durch das so genannte Brennen können grünstichige Aquamarine eine meerblaue Farbe erhalten und dunkle Turmaline aufgehellt werden. Diese Farbveränderungen sind sehr naturgetreu und völlig unbedenklich.

Beryll

Beryll bezeichnet eine Gruppe von Mineralien, die in verschiedenen Farben auftreten. Ist ein Beryll grün, wird er Smaragd genannt, ist er blau, heißt er Aquamarin. Zur Familie gehören auch der gelbe Goldberyll, der grünlich gelbe Heliodor und der rosafarbene Morganit; andere Farbvarianten bezeichnet man als Edelberyll. Im Mittelalter wurden Aquamarine fein geschliffen in die Gucklöcher von Monstranzen eingesetzt, was eine vergrößernde Wirkung hatte. Dies führte im 14. Jahrhundert zur Verwendung des Berylls als optisches Hilfsmittel. Daher leitet sich das Wort „Brille“ vom Beryll ab.

Bicolor

Bicolor ist die Kombination von zwei Goldfarben. Sehr gängig ist dabei die Kombination von Gelb- und Weißgold, was zu schönen Farbspielen und Designakzenten führt. Es können jedoch auch andere Töne – zum Beispiel Rotgold und Weißgold – miteinander kombiniert werden.

Boutonperle

Bouton heißt Knopf – eine Boutonperle ist also wie ein Knopf geformt, eher flach und rund. Schließlich ist die Entstehung von perfekten, kugelförmigen Perlen bei der Zucht nicht selbstverständlich. Ovale, unregelmäßige oder Barockperlen sind sogar weit häufiger. Doch neben der klassischen Kugel sind auch andere symmetrische Formen wie die Boutonperle sehr begehrt.

Brillant

Als Brillant wird ein Diamant bezeichnet, der im Brillantschliff gestaltet ist. Dieser wurde 1910 aus dem Altschliff entwickelt. Der Brillantschliff gilt als vollkommen für den Diamanten, da er dessen Feuer, Leuchtkraft und Ausstrahlung am besten zur Geltung bringt. Der Brillant hat genau festgelegte Proportionen. Von der Seite betrachtet entspricht er zwei gegeneinander gestellten oktogonalen Pyramiden, doch von oben gesehen ist er rund. Auf der Oberseite hat er mind. 32 Facetten, die in bestimmten Winkeln rund um die Tafel angeordnet sind. Im Unterteil weist er nochmals mindestens 24 Facetten auf. Die Bezeichnung „Brillant“ darf sich nur auf den runden Diamanten im Brillantschliff beziehen. Auch Farbsteine können im Brillantschliff gestaltet werden und heißen dann zum Beispiel „Granat im Brillantschliff“.

Brillanz

Brillanz (vom französischen „briller“ – glänzen) bezeichnet die Leuchtkraft eines Edelsteins. Fachleute verstehen darunter die Gesamtlichtwirkung an der Steinoberfläche. Hervorgerufen wird die Brillanz durch Reflexion des einfallenden Lichts. Diese ist vom Brechungsindex des Steins und von der Beschaffenheit der Steinoberfläche abhängig, nicht von der Farbe. Je höher die Lichtbrechung, desto stärker der Glanz. Beim Diamantschliff ist der ideale Zustand eine Totalreflexion, durch die das einfallende Licht wieder nach oben aus dem Stein austritt.

BY KIM

Mit ihrer Schmuckkollektion BY KIM fügt Kim-Eva Wempe dem Unternehmen Wempe einen ganz persönlichen Akzent hinzu. Hier vereinigen sich die Erfahrung und Kompetenz des Hauses Wempe mit dem Anspruch femininer Sensibilität für hochwertigen Schmuck.

Cabochon

Der Cabochonschliff gehört zu den so genannten Glattschliffen, bei denen die gleichmäßige Oberfläche des Steins nicht durch Facetten unterbrochen ist. Er wird auch Mugelschliff genannt und ist die älteste bekannte Schliffform. Man unterscheidet Kugel-Cabochons, die von der Seite betrachtet wie eine liegende Halbkugel aussehen, sowie Kegel-Cabochons, die von der Seite betrachtet steil auf eine abgerundete Spitze zulaufen.

Carat

Carat (auch Karat, abgekürzt ct) ist seit der Antike die Gewichtseinheit für Schmucksteine und Perlen – nicht zu verwechseln mit Karat, der Angabe bei Goldlegierungen. Der Name Carat geht entweder auf den Fruchtkern „keration“ (griechisch) des Johannisbrotbaums oder auf das Samenkorn „Kuara“ des afrikanischen Korallenbaums zurück. Ein Carat entspricht 0,2 Gramm. Besonders beim Diamanten interessieren sich Schmuckliebhaber für sein Gewicht bzw. seine Caratzahl. Legendär ist der Eincaräter, der bei einem Durchmesser von 6,5 Millimetern also genau 0,2 Gramm entspricht. Zum Vergleich: Der Halbcaräter misst 5,2 Millimeter im Durchmesser, der Zweicaräter 8,2 Millimeter.

Carré

Der Carréschliff – auch Karreeschliff oder Square Cut genannt – ist eine quadratische Schliffform für durchsichtige Edelsteine. Um die quadratische Tafel sind in der Regel zwei Reihen von Facetten treppenartig angeordnet.

Chinaperle

Vor Jahren begann man in China damit, in den Nebenflüssen und Kanälen des Jangtsekiang kernlose Süßwasser-Zuchtperlen zu züchten. Diese chinesischen Süßwasserperlen erreichen nur eine annähernd runde Form, eine Größe von bis zu zehn Millimetern sowie eine Farbvielfalt von Weiß, Rosé und Grün bis hin zu intensiven Rot- und Lilatönen. Bei der Züchtung wird nur ein Perlmutt bildendes Gewebestück eingesetzt, so dass die Perlen kernlos sind und durch und durch aus Perlmutt bestehen. Ihr Glanz (Lüster) ist geringer als der, der hochwertigeren japanischen Akoyaperle.

Choker

Als Choker wird ein Collier bezeichnet, das sich eng um den Hals legt. Schließlich kommt der Name von dem englischen Begriff „choke“ – würgen. Sowohl eine Gliederkette als auch ein Perlencollier kann als Choker bezeichnet werden. Ein Perlen-Choker besteht aus annähernd gleich großen Perlen.

CIBJO

CIBJO ist der internationale Zusammenschluss der Berufsverbände der Schmuckbranche. Der volle Name der 1926 gegründeten Organisation lautet seit 1961 „Confédération Internationale de la Bijouterie, Joaillerie, Orfèvrerie des Diamants, Perles et Pierres“. Ihr gehören alle wichtigen Industrienationen an. Eine wichtige Aufgabe der CIBJO ist unter anderem die Festlegung von exakten Namen und Bezeichnungen für Edelsteine und Perlen im so genannten „Blauen Buch“.

Citrin

Der Citrin – oft auch Zitrin geschrieben – ist ein Stein der Quarz-Gruppe. Man kennt ihn auch unter dem Namen Goldtopas, Madeira- oder spanischer Topas, obwohl er mit dem Edelstein Topas nur einige Farbnuancen gemeinsam hat. Der Name ist von der Farbe abgeleitet – dem Gelb der Zitrone, obwohl die begehrtesten Citrine ein klares, leuchtendes Gelb bis Braunrot besitzen. Der Citrin ist ein harter, nicht spaltbarer Stein, der relativ unempfindlich ist. Er kommt überwiegend aus Brasilien, Madagaskar und den USA.

Clarity (Reinheit)

Der Begriff „Clarity“ – Reinheit – bezeichnet eines der vier Qualitätskriterien („4 C“) nach denen der Wert eines Diamanten ermittelt wird. Völlig perfekte Diamanten – also Steine ohne Einschlüsse – sind die seltene Ausnahme. Die Reinheit von Diamanten wird sehr streng beurteilt und nach einem international anerkannten Bewertungssystem klassifiziert. Die höchste Stufe ist „IF“ („Internally Flawless“ – keinerlei Einschlüsse), im Deutschen auch „lupenrein“ genannt. Weitere Abstufungen sind: „Very Very Small Inclusions“ (VVS1 bis VVS2) mit winzigen, für das bloße Auge unsichtbaren Einschlüssen, „Very Small Included“ (VS1 bis VS2) mit sehr kleinen, für das bloße Auge ebenfalls unsichtbaren Einschlüssen. Insgesamt umfasst diese Skala sieben Abstufungen. Die drei letzten – „Piqué I“ bis „Piqué III“ genannt – offenbaren auch für das bloße Auge sichtbare Einschlüsse, die die Brillanz der Steine stören können.

Collier de chien

Collier de chien ist ein eng anliegendes, breites bzw. mehrreihiges Halsband. Es war das beliebteste Schmuckstück der 1920er Jahre und bestimmte bereits die Mode im späten 15. und in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Heute wird es in der Form vielfältig interpretiert und ist sowohl mit Perlen und Diamanten als auch mit Farbsteinen erhältlich. Der Name kommt aus dem Französischen und spielt auf Hundehalsbänder an – „chien“ heißt Hund.

Colour (Farbe)

Der Begriff „Colour“ – Farbe – bezeichnet eines der vier Qualitätskriterien („4 C“) nach denen der Wert eines Diamanten ermittelt wird. Es gibt Farbskalen, nach denen Steine bewertet werden. Sie umfassen meist zwölf Qualitätsstufen. An höchster Stelle steht ein „hochfeines Weiß“, womit völlig farblose Steine bezeichnet werden. Diese werden mit den Buchstaben „D“ und „E“ bzw. mit dem Begriff „River“ graduiert. „Feines Weiß“ erhält die Einstufung „F“ und „G“ bzw. „Top Wesselton“. Weiße Steine werden mit „H“ bzw. „Wesselton“ gekennzeichnet. Die meisten Diamanten sind jedoch leicht getönt, oft mit einem leichten Gelbstich. Ab der Graduierung „M“ bzw. „Top Cape“ ist diese Gelbtönung gut sichtbar. Daneben gibt es Diamanten mit kräftigen, reinen Farben, die sehr selten sind. Sie werden „Fancy“ genannt und können in vielen Farben gefunden werden.

Colour Four “4 C”

Es gibt objektive Qualitätskriterien, nach denen der Wert und letztendlich auch der Preis eines Diamanten bestimmt werden können. Ihre Abkürzung lautet „4 C“ und steht für Colour (Farbe), Clarity (Reinheit), Cut (Schliff) und Carat (Gewicht).

Cullinan

Er ist der „Stern von Afrika“: Der Cullinan ist der größte jemals gefundene Rohdiamant und wurde nach dem Direktor einer südafrikanischen Mine, Sir Thomas Cullinan, benannt. Dort war der Stein 1905 mit einem Gewicht von 3.106 Carat gefunden worden. Aus dem Rohdiamanten wurden neun bedeutende große Diamanten und 96 kleinere Steine geschliffen. Die großen Diamanten wurden fortlaufend nummeriert. Der größte von ihnen, Cullinan I, wiegt über 530 Carat und ist der größte geschliffene Diamant der Welt. Damit hat er sich den Beinamen „Stern von Afrika“ verdient. Er schmückt das Zepter der englischen Königin und wird im Tower in London aufbewahrt.

Cut (Schliff)

Der Begriff „Cut“ – Schliff – bezeichnet das wichtigste der vier Qualitätskriterien („4 C“), nach denen der Wert eines Diamanten ermittelt wird. Denn der Schliff eines Diamanten ist für seinen Wert von entscheidender Bedeutung: Nur ein perfekter Schliff verleiht dem Diamanten seine Kraft – ein feuriges Funkeln. Ein guter Schliff reflektiert das Licht von Facette zu Facette und strahlt es gebündelt durch die Oberfläche des Steines zurück. Ist der Schliff nicht perfekt ausgeführt, geht Licht verloren. Nur ein Diamant, bei dem alle Facetten richtig proportioniert und angeordnet sind, erreicht höchste Brillanz. Der Brillantschliff gilt als ideale Form für den Diamanten, der ihn im schönsten Feuer auftreten lässt. Daneben gibt es viele attraktive Schliffformen, die ebenfalls häufig vorkommen, zum Beispiel den Princess Cut, Marquise-, Navette-, Tropfen- und Herzschliff.

De Beers

De Beers ist der Name des Unternehmens, das die Diamantenproduktion und den Diamantenhandel der ganzen Welt mit etwa 65 Prozent Marktanteil beherrscht. Es wurde 1880 von Cecil Rhodes gegründet, einem Briten, der Schürfinteressen in Südafrika zusammengekauft hatte. 1929 kaufte Ernst Oppenheimer De Beers. Dessen Nachkommen stehen dem südafrikanischen Diamantenkonzern bis heute vor. Ihr Bestreben ist vor allem, durch die Kontrolle des Marktes extreme Preisschwankungen zu vermeiden.

Diamant

Er wird der „König der Edelsteine“ genannt: Seit Jahrtausenden steht der Diamant für Härte, Unvergänglichkeit und Schönheit. Schon die alten Griechen sprachen von „adamas“ – dem Unbezwingbaren. Eine Bezeichnung, aus der sich unser Wort Diamant entwickelt hat. Der Edelstein ist tatsächlich das härteste aller Mineralien und nimmt auf der mohsschen Härteskala (vgl. Mohshärte) den Wert zehn ein. Diamanten bestehen aus reinem Kohlenstoff. Sie werden heute vor allem in Südafrika, Südamerika, Russland, China, Australien und neuerdings auch Kanada gefördert. Es werden Diamanten in allen Farben gefunden. Die Rohsteine werden bevorzugt als Brillanten geschliffen. Die Qualität der Diamanten wird nach den „4 C“ beurteilt: Colour (Farbe), Clarity (Reinheit), Cut (Schliff) und Carat (Gewicht).

Dresden

Der Dresden, oft auch Grüner Dresden genannt, gehört zu den berühmtesten Diamanten der Welt. Er ist aufgrund seiner Größe und Schönheit zu Ruhm gekommen: Er wiegt stattliche 41 Carat, besticht jedoch vor allem durch sein tiefes, völlig klares Grün. Er ist tropfenförmig geschliffen. Wahrscheinlich stammt der Diamant aus Indien – seine frühe Geschichte ist jedoch nicht bekannt. Angeblich wurde er 1742 von Friedrich Augustin II. Kurfürst von Sachsen, für 400.000 Taler gekauft. Der Fürst machte den Diamanten zum Teil seiner Schatzkammer, des legendären Grünen Gewölbes in Dresden, wo der Stein – heute zur Staatlichen Kunstsammlung Dresden gehörend – noch immer aufbewahrt wird.

Edelstein

Edelsteine sind nichtmetallische Materialien, die sich durch die Schönheit der Farben, eine klare Durchsichtigkeit, Härte oder Seltenheit auszeichnen. Früher unterschied man Edelsteine (besonders klar und hart) und Halbedelsteine (undurchsichtig, nicht so widerstandsfähig und weniger wertvoll). Diese Unterscheidung ist jedoch nicht sinnvoll, heute nutzt man den Begriff Edel- oder Schmuckstein. Gewichtseinheit ist das Carat (0,2 Gramm). Edelsteine kommen in Gesteinen und Erzen vor. Durchsichtige Edelsteine werden wegen ihres Lichtspiels facettiert geschliffen (z. B. Brillant), durchscheinende und undurchsichtige meist gewölbt (Cabochon).

Einschluss

Einschlüsse in Edelsteinen sind wie Fingerabdrücke der Natur: Es gibt kaum Edelsteine, die völlig rein sind. Meist enthalten sie eingeschlossene Fremdkörper oder Kristallstörungen. Es gibt arteigene (z. B. Diamant in Diamant) oder fremde (z. B. Zirkon in Saphir) Einschlüsse. Auch Sprünge, Spaltrisse oder Hohlräume, die mit Flüssigkeiten oder Gasen gefüllt sind, zählen zu den Einschlüssen. Sie können die Farbe und die Optik eines Steins beeinträchtigen, sind jedoch oft mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Bisweilen stellen sie ein dekoratives Element dar und sind für exquisite Lichterscheinungen (Katzenaugen und Sterne) verantwortlich. Manche Einschlüsse sind so typisch, dass sie als eindeutiges Echtheitsmerkmal herangezogen werden können.

Email

Email ist pulverisiertes Glas, das mit hohen Temperaturen auf Metall aufgeschmolzen wird. Grundstoff des Emails ist ein farbloser „Glassatz“, der durch Metalloxide Farbe erhält. Emailpulver kann trocken aufgesiebt oder als Brei aus Pulver, Wasser und Pflanzenleim nass aufgetragen werden. Es gibt vier Arten von Email: undurchsichtiges Opakemail, durchsichtiges Transparentemail, durchscheinendes, schimmerndes Opalemail sowie Maleremail, bei dem feine opake Pulverfarben auf Emailgrund gemalt und gebrannt werden.

Emerald Cut

Emerald Cut ist die englische Bezeichnung für den Smaragdschliff, einen achteckigen Treppenschliff. Diese Form wird beim Smaragd bevorzugt, da sie sowohl dem Charakter des Edelsteins mit seiner nicht allzu hohen Lichtbrechung entspricht als auch wegen seiner Empfindlichkeit am besten zu gestalten ist. Außerdem kommt der Smaragd meist in länglichen Kristallen vor, so dass durch die längliche Form nicht zu viel Material beim Schleifen verloren geht. Oberflächlich betrachtet ist der Emerald Cut rechteckig, die achteckige Form, die den Stein beim Fassen vor Beschädigung schützen soll, entsteht durch das Brechen bzw. das Abschrägen der Ecken.

Erbskette

Die Erbskette ist eine klassische, sehr feminine Kette. Sie besteht aus runden, volumigen Kettenelementen, die abwechselnd horizontal und vertikal miteinander verbunden sind. Ihre Ausstrahlung variiert je nach Stärke und Größe der Kettenglieder.

Expertise

Eine Expertise ist ein schriftliches Gutachten eines Sachverständigen zum Wert eines Schmuckstücks und zur Qualität von Edelsteinen. Sie fasst die wesentlichen Informationen zusammen, bei Diamanten zum Beispiel Carat oder Reinheit (Clarity). Juwelier Wempe erstellt auf Wunsch eine kostenpflichtige Expertise für Ihren Schmuck. Diamantschmuck von Juwelier Wempe (Solitaire ab 0,25 Carat; Pavé ab 0,50 Carat) ist schon beim Kauf mit einem Zertifikat versehen, in dem die wichtigsten Informationen zusammengefasst sind.

Facette

Eine Facette ist eine angeschliffene, plane Seitenfläche an einem Stein oder einem Metallkörper und dient der Erhöhung des optischen Effekts. Facettenschliffe sind Schliffformen, die aus einer Vielzahl kleiner, planer Flächen bestehen. Diese Bearbeitung von Edelsteinen ist seit dem 15. Jahrhundert üblich.

Fancy

Diamanten gibt es in allen Farben. Am häufigsten sind gelbliche Töne, die bei der Bewertung zusammen mit den farblosen, „weißen“ Diamanten beurteilt werden. Andere Farben wie Grün, Blau, Rosé und Rot sind seltener und werden „Fancy Colours“ – Fantasiefarben – genannt. Am häufigsten sind Brauntöne und Schwarz. Seltener und kostbarer sind Rosé, Rot, Grün und Blau in verschiedenen Nuancen.

Fantasieschliff

Der Fantasie von Edelsteinschleifern sind keine Grenzen gesetzt: Sterne, Tropfen, Dreiecke, Knospen – immer wieder entstehen Schliffformen, die wohl bekannte Formen neu interpretieren. Sie werden Fantasie- oder auch Designschliffe genannt und dienen zur Gestaltung von Diamanten und Farbsteinen. Viele dieser Schliffarten haben einen eigenen Namen, der jedoch oft nicht allzu bekannt ist.

Farbe (Colour)

Der Begriff „Colour“ – Farbe – bezeichnet eines der vier Qualitätskriterien („4 C“), nach denen der Wert eines Diamanten ermittelt wird. Es gibt Farbskalen mit meist zwölf Qualitätsstufen, nach denen Steine bewertet werden. An höchster Stelle steht ein „hochfeines Weiß“ für völlig farblose Steine. Diese werden mit den Buchstaben „D“ und „E“ bzw. mit dem Begriff „River“ graduiert. „Feines Weiß“ erhält die Einstufung „F“ und „G“ bzw. „Top Wesselton“. Weiße Steine werden mit „H“ bzw. „Wesselton“ gekennzeichnet. Die meisten Diamanten sind jedoch leicht getönt, oft mit einem leichten Gelbstich. Ab der Graduierung „M“ bzw. „Top Cape“ ist diese Gelbtönung gut sichtbar. Daneben gibt es seltene Diamanten in kräftigen Farben, die „Fancy“ genannt werden.

Farbstein

Der Begriff Farbstein wird für alle Edelsteine verwendet, nur nicht für den Diamanten. In Bezug auf die Steinverarbeitung steht der Achat ebenfalls außerhalb der Gruppe der Farbsteine. Hingegen werden farblose Edelsteine sehr wohl unter der Bezeichnung Farbstein zusammengefasst. Um ihre Kostbarkeit zu betonen, benutzt man auch häufig den Begriff der Farbedelsteine.

Fassung

Edelsteine bilden meist den Höhepunkt eines Schmuckstücks. Um ihre Farbe, ihr Licht und ihr Feuer am besten entfalten zu können, haben sich in der Entwicklung der Goldschmiedekunst bestimmte Halterungen zur Befestigung der Steine entwickelt, die so genannten Fassungen. Während das Herstellen von Fassungen in den Aufgabenbereich des Goldschmieds fällt, wird das eigentliche Fassen oft von besonders ausgebildeten Handwerkern, den Fassern, durchgeführt (siehe auch Krappenfassung, Zargenfassung).

Feueropal

Aus dem Feuer geboren: Der Feueropal findet sich vor allem in Hohlräumen und Spalten vulkanischer Gebirgsmassen. Seinen Namen verdankt er jedoch seinem intensiven Orange, das in allen Nuancen von Gelb bis Rot leuchtet. Er gehört zur Gruppe der Opale, zeigt jedoch kein Opalisieren (regenbogenfarbener Schimmer). Der Feueropal ist meist milchig und trüb, nur die kostbarsten Exemplare sind klar und transparent. Sie können facettiert werden, was für den Opal sonst unüblich ist. Allerdings ist der Stein recht empfindlich. Die bedeutendsten Lagerstätten liegen in Mexiko.

Geburtssteine (Tierkreissteine)

Schon in der Antike glaubten die Menschen an eine Beziehung zwischen Tierkreiszeichen und Edelsteinen und ordneten jedem Sternbild bestimmte Mineralien zu. Am geläufigsten ist die Gruppierung folgender Steine, die sich positiv und stärkend auf den Vertreter des jeweiligen Tierkreiszeichens auswirken sollen: Widder (21.3.–20.4.) – roter Jaspis, Karneol. Stier (21.4.–20.5.) – Karneol, Rosenquarz. Zwillinge (21.5.–21.6.) – Citrin, Tigerauge. Krebs (22.6.–22.7.) – Chrysopras, Aventurin. Löwe (23.7.–23.8.) – Bergkristall, Goldquarz. Jungfrau (24.8.–23.9.) – Citrin, gelber Achat. Waage (24.9.–23.10.) – orangefarbener Citrin, Rauchquarz. Skorpion (24.10.–22.11.) – roter Karneol. Schütze (23.11.–21.12.) – Saphir, Chalcedon. Steinbock (22.12.–20.1.) – Onyx, Quarz-Katzenauge. Wassermann (21.1.–19.2.) – Türkis, Falkenauge. Fische (20.2.–20.3.) – Amethyst, Amethystquarz.

Gemmologie

Gemmologie ist die Wissenschaft von den Edelsteinen. Im Deutschen wird diese auch Edelsteinkunde genannt. Sie befasst sich mit der Bestimmung und der technischen Bearbeitung von Edelsteinen sowie mit der Erarbeitung von Methoden zur Unterscheidung natürlicher Edelsteine von Synthesen und Imitationen.

Getönte Farben

Der Wert eines Diamanten wird anhand international anerkannter Qualitätskriterien („4 C“) ermittelt. Wichtiges Kriterium ist dabei die Farbe (Colour), die anhand einer internationalen Farbskala beurteilt wird. An der Spitze von meist zwölf Qualitätsstufen steht das hochfeine Weiß „River“, am Ende stehen die getönten Farben, die einen mehr oder weniger intensiven Gelbton zeigen und z. B. „Cape“ genannt werden. Diese Gelbtönung ist ab der Graduierung „Top Cape“ gut sichtbar und nochmals in verschiedene Stufen unterteilt, die mit den Buchstaben M bis Z bezeichnet werden.

GIA

GIA ist die Abkürzung für Gemological Institute of America mit Sitz in Carlsbad, Kalifornien. Das Institut ist eine weltweit anerkannte Autorität auf den Gebieten der Gemmologie und Graduierung von Diamanten. Das GIA ist auch in Wissenschaft, Forschung und Lehre aktiv und bietet renommierte Aus- und Fortbildungen zum Thema Gemmologie. Die nicht kommerzielle Organisation existiert seit 1931 und hat heute Niederlassungen auf der ganzen Welt. In Europa hat das GIA seinen Sitz in Italien (Vicenza) sowie in England (London).

Gold

Gold ist eines der ältesten vom Menschen benutzten Metalle und hat diesen von jeher angezogen. Es hat eine leuchtend gelbe Farbe, ist beständig und außerordentlich dehn- und walzbar. Der Name Gold leitet sich von dem althochdeutschen „ghel“ (schimmernd, blank) ab. Sein chemisches Symbol ist „Au“, abgeleitet vom lateinischen „aurum“. Da pures Gold sehr weich ist, wird es für Schmuckzwecke mit anderen Metallen legiert. Dies beeinflusst auch seine Farbe: Silber als Zusatzmetall färbt Gold grünlich, Kupfer färbt es rötlich. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde zum ersten Mal Weißgold legiert: Palladium oder Nickel geben ihm den hellen Ton; seinen charakteristisch weißen Glanz erhält es schließlich durch das Rhodinieren.

Goldschmied

Der Goldschmiedeberuf ist ein traditioneller Beruf mit langer Geschichte. Schon im dritten Jahrtausend vor Christus pflegten die alten Ägypter die Goldschmiedekunst: die künstlerische Verarbeitung von Gold und Silber zusammen mit Edelsteinen und Perlen zu Schmuck, Geräten, Gefäßen und Objekten. Bereits seit dem Altertum werden Techniken wie Treiben, Gießen, Ziselieren, Punzieren, Gravieren, Granulieren und Emaillieren ausgeübt. Heute ist der Goldschmied ein handwerklicher Ausbildungsberuf, der in mindestens drei Jahren Lehrzeit erlernt wird.

Graduierung

Die Bewertung von Diamanten wird Graduierung genannt. Sie erfolgt durch international anerkannte objektive Kriterien. Anhand dieser Vorgaben werden Diamanten nach Colour (Farbe), Clarity (Reinheit), Cut (Schliff) und Carat (Gewicht) beurteilt. Diese Begriffe werden unter der Abkürzung „4 C“ zusammengefasst.

Granat

Granat ist der Oberbegriff für mehr als zehn Schmucksteine mit ähnlicher Kristallstruktur. Im Allgemeinen versteht man unter Granat einen roten Stein – dies trifft jedoch nur auf die beiden häufigsten Vertreter der Granat-Gruppe, die „Karfunkelsteine“ Pyrop und Almandin, zu. Diese haben mit ihren andersfarbigen Verwandten (z. B. dem grünen Tsavorit und dem braunen bis gelben Hessonit) eine gute Härte und eine hohe Lichtbrechung gemeinsam. Granate werden auf allen Kontinenten gefunden.

Gravur

Gravieren – abgeleitet von dem französischen „graver“, eingraben – ist das Einschneiden von Schriftzügen oder Verzierungen in Metall, Glas oder Stein. Diese Technik ist uralt und begann mit der Metallerzeugung in der Bronzezeit. Eine Gravur kann erhaben oder vertieft sein. Heute erfolgt eine Gravur mit dem Stichel, einer Graviernadel oder maschinell. Auch Edelsteine können graviert werden und heißen dann Gemme oder Kamee. Bei Juwelier Wempe können Sie Ihr Schmuckstück durch das Eingravieren von Initialen individualisieren lassen.

Herzschliff

Der Herzschliff verleiht Diamanten und Farbsteinen einen Hauch von Romantik: Wie sein Name schon sagt, haben im Herzschliff gestaltete Steine die Form eines Herzens. Dazu sind in der Regel rund um eine dreieckige bis herzförmige Tafel die Facetten angeordnet, die dem Herzen ein Funkeln und Strahlen verleihen.

Hope-Diamant

Der „Hope-Diamant“ ist einer der legendärsten Steine aller Zeiten; hat er einst dem französischen Königshaus gehört. Er ist der größte blaue Diamant der Welt. Ursprünglich soll er 112 Carat schwer gewesen sein. Nach mehrmaligem Umschleifen wiegt er heute etwa 45 Carat. Angeblich soll er in Indien aus einem hinduistischen Tempel gestohlen worden sein und deshalb seinen Besitzern Unglück bringen. 1830 kaufte ihn der Bankier Henry Philip Hope in London. 1958 vermacht der Juwelier Harry Winston den Hope-Diamanten der Smithsonian Institution in Washington, wo er heute ausgestellt wird.

Hope-Perle

Die Hope-Perle erhielt ihren Namen durch ihren einstigen Besitzer, den Londoner Bankier Henry Philip Hope. Dieser trug in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine bedeutende Edelsteinsammlung zusammen, der unter anderem der weltberühmte blaue Hope-Diamant angehörte. Die barocke Hope-Perle ist zylindrisch geformt, wiegt etwa 454 Carat und ist etwa fünf Zentimeter lang. Sie ist zu überwiegendem Teil weiß; an einer Seite schlägt diese Farbe in einen bronzefarbenen Ton um.

Jardin

„Jardin“ ist eine Fachbezeichnung, die sich auf den Smaragd bezieht. Dieser edle Stein aus der Beryll-Gruppe ist meist durch Einschlüsse oder feine Sprünge getrübt. Dies wird akzeptiert, wenn es das herrliche Grün des Steins nicht stört. Dann wird das lebhafte Spiel der Einschlüsse als „Jardin“ – französisch für „Garten“ – bezeichnet und gilt als Nachweis für die Echtheit des Steins. Immerhin sind bei keinem anderen Edelstein fehlerhafte Exemplare so häufig und vollkommene so selten.

Karat

Im Gegensatz zum Carat bei Schmucksteinen ist Karat bei Goldschmuck keine Gewichtseinheit, sondern eine Qualitätsbezeichnung, die den Feingehalt eines Metalls angibt. Dies beruht darauf, dass jedes Schmuckmetall eine Legierung aus verschiedenen Metallen ist. Denn pures Gold eignet sich zum Beispiel nicht für Schmuck – es ist viel zu weich. Daher werden die Edelmetalle mit anderen Metallen legiert. Die Karatzahl gibt an, wie viel Feinmetall sich in dieser Legierung befindet. 14 Karat Gold bedeutet, dass von 24 Teilen des Metalls ganze 14 Teile Gold sind, der Rest ist Zusatzmetall. Im Schmuckstück findet sich eine Feingehaltszahl einpunziert. Diese gibt an, wie viel Feinmetall sich in 1.000 Teilen der Legierung befindet. „Gold 750“ heißt zum Beispiel, dass von 1.000 Teilen Schmuckmetall ganze 750 reines Gold sind. Dieser Wert entspricht übrigens 18 Karat, während Gold 585 dem Wert 14 Karat und Gold 333 dem Wert 8 Karat entspricht.

Keshiperle

Bei der Perlzucht hat der Zufall oft seine Hand im Spiel: Manchmal wird der zur Zucht eingesetzte Kern von der Muschel abgestoßen, während das eingesetzte Gewebestück, das Perlmutt produziert, im Inneren der Muschel verbleibt und eine unregelmäßig geformte Perle produziert, die dann Keshiperle genannt wird. Die Kleinsten sind nicht größer als ein Stecknadelkopf – daher der Name, der aus dem Japanischen kommt und „Mohnsamen“ bedeutet. Andere Keshis können mehr als zehn Millimeter groß werden. Sie entstehen in allen Austern, die zur Perlzucht genutzt werden.

Kimberley-Mine

Die Kimberley-Mine war einst eine äußerst ergiebige Diamantmine in Südafrika. Dort wurden in den Jahren 1871 bis 1908 im Tagebau Diamanten gefördert. Ohne jede Maschine gruben Arbeiter das größte von Menschenhand geschaffene Loch, das so genannte Big Hole: An der Oberfläche misst es 460 Meter Durchmesser, der Schacht ist 1.070 Meter tief, heute jedoch zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Insgesamt wurden hier 14,5 Millionen Diamantenkarat (fast drei Tonnen) gewonnen. Nach kurzer Zeit des Untertagebaus wurde die Mine 1914 aufgegeben.

Koh-i-Noor

Sein Name Koh-i-Noor oder Koh-i-Nur, was übersetzt „Berg des Lichts“ bedeutet, lässt erahnen, welch außergewöhnlicher Stein dieser berühmte Diamant ist. Er stammt wie der ebenso legendäre Hope-Diamant aus den Minen Indiens. Der Koh-i-Noor wurde 1304 zum ersten Mal erwähnt. Damals wog er angeblich über 108 Carat – andere Quellen sprechen von 186 Carat – und hatte eine runde Form. 1739 gelangte er in die Hand des persischen Eroberers Nadir Schah. Als das Land unter die Herrschaft der Briten fiel, erhielt Königin Viktoria 1850 den Stein. Der Diamant wurde umgeschliffen und wiegt heute in ovaler Form über 105 Carat. Er ist in die Krone der englischen Königin eingelassen und wird im Tower in London aufbewahrt.

Koralle

Korallen entstehen in Meerestiefen von bis zu 300 Metern. Weiche Polypen bauen ganz langsam verzweigte Stöcke auf, indem sie durch ihre Fußscheiben Kalksubstanz ausscheiden. Die Koralle ist also das Gerüst der Polypen, die in winzigen Vertiefungen der Äste sitzen. Gefunden wird die Schmuckkoralle vor allem im Mittelmeer und im Pazifik. Sie weist eine Vielfalt an Rot- und Rosatönen auf. Besonders gefragt sind ein tiefes Rot, das die Experten „Ochsenblut“ oder „Moro“ nennen, sowie ein pudriges Rosa namens „Engelshaut“.

Korund

Der Korund hat im Grunde keine Farbe. Erst Spuren anderer Elemente, vor allem von Eisen und Chrom, sind für seine Färbung verantwortlich und lassen ihn in allen Farben des Regenbogens auftreten. Klare Korunde sind wertvolle Edelsteine: Nach jahrhundertelangem Verwirrspiel der Bezeichnungen wird nur der rote Korund heute Rubin genannt, während alle andersfarbigen Korunde Saphire heißen. Der Name Korund kommt aus Indien und war wahrscheinlich eine Bezeichnung für harte Steine. Denn der Korund ist mit der Mohshärte 9 nach dem Diamanten der wohl härteste Edelstein. Korunde werden auf allen Kontinenten gefunden.

Krappenfassung

Die Krappenfassung ist eine sehr charakteristische Fassung, bei der dünne Stotzen einen Stein wie Finger umfassen. Diese leichte, offene Fassung lässt Farbe, Feuer und Schönheit eines Steines voll zur Geltung kommen, da er nur von Stegen gehalten wird, relativ groß erscheint und viel Licht erhält. Die Krappenfassung hat sich aus der Kraulenfassung entwickelt. Bei dieser wurden Steine durch symbolisierte Greifvogelkrallen gehalten.

Kugelkette

Eine Kugelkette besteht aus ballförmigen Elementen, die auf Draht gefädelt sind. Bestehen diese Kugeln aus Metall, so sind sie meist hohl. Schöne Effekte erzielen auch Kugeln aus Stein.

Kulturperle

Kulturperle ist der – vor allem in Österreich und in der Schweiz – verwendete Begriff für die Zuchtperle. Bei der Zucht wird ein Kern – meist eine aus Muschelschalen gedrechselte Kugel zusammen mit Perlmutt produzierendem Muschelgewebe – in eine Muschel eingesetzt. Die Muscheln werden wieder ins Wasser eingesetzt, ständig überwacht und regelmäßig gereinigt. Das eingepflanzte Gewebe produziert weiter Perlmutt und überzieht damit den Kern. Nach frühestens 18 Monaten ist eine Zuchtperle entstanden.

Kunzit

Der Kunzit ist eine Varietät des Spodumens in Blassrosa und in hellem, rosa überhauchtem bis dunklem Violett. Er weist einen lebhaften Glasglanz auf. Bei aller Schönheit ist der Kunzit relativ empfindlich. Er weist eine extrem leichte Spaltbarkeit auf. Hauptlieferant des Kunzits ist Brasilien.

Lapislazuli

Der undurchsichtige Lapislazuli oder auch Lasurstein ist ein Gemenge verschiedener Minerale. Hauptbestandteil ist Lasurit, das für die typische leuchtend blaue Farbe des Steins verantwortlich ist. Daneben ziehen sich Bänder oder Flecken anderer Minerale durch den Lapislazuli. Bei besten Qualitäten ist die Farbe gleichmäßig verteilt, oft ist der Lapislazuli jedoch fleckig oder streifig. Der Stein wurde schon in vorgeschichtlicher Zeit als Schmuckstein verwendet, im Mittelalter diente er gemahlen als natürliches Ultramarinblau. Lapislazuli ist von mäßiger Härte und gegen Wärme, Parfum und Kosmetika empfindlich. Das wichtigste Vorkommen liegt in Afghanistan.

Legierung

Legierungen sind metallische Gemische aus mindestens zwei Komponenten. Sie werden nach dem Basismetall benannt. Durch die Bildung von Legierungen sollen bestimmte Eigenschaften des Grundmetalls verbessert werden. Bei Gold wird zum Beispiel die Trageeigenschaft beeinflusst, denn reines Gold wäre für Schmuck viel zu weich. Daher wird es zum Beispiel mit Silber, Palladium oder Kupfer legiert. Dies beeinflusst auch die Farbe: Silber macht Gold blasser, Kupfer macht es roter. Es gibt Goldlegierungen von weiß über grün-gelb bis rot. Die Angabe, wie viel Grundmetall eine Legierung enthält, erfolgt in Karat.

Lüster

Der Lüster ist bei der Bewertung der Perle das wichtigste Kriterium. Mit diesem Fachbegriff bezeichnet man die Reflexion des Lichtes, das sich an den vielen Aragonitschichten des Perlmutts bricht und einen Glanz erzeugt, der aus dem Inneren der Perle zu kommen scheint. Lichtreflexion und Glanz sollten möglichst kraftvoll und tief wirken, was für eine dicke Perlmuttschicht spricht. Je intensiver der Lüster einer Perle, desto wertvoller ist sie.

Lupenrein

„Lupenrein“ ist eine Qualitätseinstufung für den Diamanten, mit der die Reinheit (Clarity) bezeichnet wird. Dieses Kriterium wird sehr streng beurteilt und nach einem international anerkannten Bewertungssystem klassifiziert. „Lupenrein“ ist die höchste Stufe dieses Systems und wird auch mit der Abkürzung „IF“ (für „Internally Flawless“ – keinerlei Einschlüsse) bezeichnet. Als lupenrein gilt nur ein Diamant, der selbst bei zehnfacher Vergrößerung dem Experten keine Einschlüsse zeigt. Solch perfekte Diamanten sind die seltene Ausnahme.

Mabéperle

Mabéperlen (auch Zuchtschalen- oder Zuchtblisterperlen) sind halbrunde Perlen, die sich besonders für Ohrschmuck oder Broschen eignen. Sie werden produziert, indem man mehrere Halbkugeln aus Kunststoff oder Wachs auf die Schaleninnenseiten von Perlaustern aufklebt. Dort werden sie von der Muschel infolge ihres Schalenwachstums mit Perlmutt überzogen. Zur Ernte werden die Muscheln geöffnet und die Mabéperlen herausgefräst. Die Zuchtform wird entfernt, der Hohlraum aufgefüllt und die Rückseite mit einem Perlmuttstück verschlossen. Mabéperlen werden meist in der Südseemuschel „Pinctada maxima“ gezüchtet, werden zehn bis 20 Millimeter groß und können je nach eingesetzter Form auch oval, tropfen- oder herzförmig sein.

Majoricaperle

Majoricaperlen sind Imitationsperlen, die auf der spanischen Baleareninsel Mallorca industriell hergestellt werden und zum Modeschmuck zählen.

Mandarin-Spessartin

Der Mandarin-Spessartin wird manchmal auch Mandarin-Granat genannt. Er ist ein besonders schöner Spessartin in den Farben Orange bis Rotbraun, der zur Granat-Gruppe gehört. Der Spessartin hat seinen Namen von seinem Fundort im Spessart. Heute wird er vor allem in Birma, Brasilien, China und Kenia gefördert. Der feine Mandarin-Spessartin kommt aus Namibia und ist der schönste vorkommende Spessartin.

Marquise

Marquise ist eine nach Madame Pompadour, der Mätresse des französischen Königs Ludwig XV., benannte Schliffform. Sie liebte die Form des Spitzovals und bevorzugte zweispitzförmig geschliffene, facettierte Steine. Diese ähneln dem Navette und werden ebenfalls mit dem Oberbegriff „Schiffchen“ bezeichnet. Der Diamant-Marquise weist neben der Tafel 56 Facetten auf.

Matrix

Matrix ist das natürliche Gestein (Mutterstein), in dem Kristalle entstanden und gewachsen sind und in dem sie gefunden werden.

Memoire

Als Memoires bezeichnet man sehr persönliche Schmuckstücke: Ringe mit Brillanten, die zu besonderen Anlässen verschenkt werden. Das endlose Band der Ringe ohne Anfang und ohne Ende verleiht diesem Symbolcharakter noch stärkere Bedeutung. Eine charmante Form des Memoire-Ringes ist schlichter Schmuck, in den anlässlich besonderer Ereignisse nach und nach weitere Brillanten gefasst werden können.

Mineralogie

Mineralogie ist die Wissenschaft, die sich mit der Untersuchung der Minerale befasst. Sie kann in weitere Unterbereiche aufgeteilt werden. Man unterscheidet Kristallographie (Kristallkunde: die Wissenschaft von Bau, Struktur, chemischen und physikalischen Eigenschaften der Kristalle), spezielle Mineralogie (Beschreibung der Minerale nach ihrer Entstehung, ihren äußeren Eigenschaften und ihrer Verbreitung), Petrologie (Gesteinskunde, erforscht die Geschichte der Gesteine, Herkunft, Bildung und Umwandlungsvorgänge) sowie Lagerstättenkunde und technische Gesteinskunde.

Mohshärte

Die Mohshärte ist nach dem Mineralogen Friedrich Mohs (1773–1839) benannt. Mohs stellte eine Härteskala für Minerale auf. In diese Skala werden Minerale eingeordnet nach dem Maß des Widerstandes, den sie der mechanischen Verletzung ihrer Oberfläche entgegensetzen, dem so genannten Ritzen. Die mohssche Härteskala umfasst zehn Härtegrade. Jedes darin eingeordnete Mineral ist so weich, dass es von dem nachfolgenden Mineral geritzt werden kann. Gleichzeitig ist jedes Mineral so hart, dass es das vorangehende selbst ritzen kann. Nummer 1 ist der weichste, Nummer 10 der härteste Grad. Edelsteine der Ritzhärte (Mohshärte) eins und zwei gelten als weich, jene der Grade drei bis fünf als mittelhart, die über sechs werden als hart bezeichnet. Alle uns heute bekannten Mineralien und Edelsteine sind dieser mohsschen Härteskala zugeordnet. Die Skala wird auf der ganzen Welt zur Klassifizierung der Härte von Steinen herangezogen.

Momme

Die Momme ist eine japanische Gewichtseinheit für Zuchtperlen. Eine Momme entsprich 3,75 Gramm oder 18,75 Carat. Im europäischen Perlenhandel wird diese Gewichtseinheit kaum noch verwendet. Stattdessen wird Perlengewicht in Grain (ein Grain entspricht einem halben Gramm) und zunehmend in Carat angegeben.

Morganit

Der Morganit gehört in die große Familie der Berylle und ist der zartrosa- und lachsfarbene bis violette Vertreter dieser Gruppe. Wegen seiner Farbe wird er auch Rosaberyll genannt. Den Namen Morganit verdankt er dem amerikanischen Sammler John Pierpont Morgan. Der Stein wird unter anderem in Afghanistan, Brasilien und China gefunden.

Multicolour

Perlen faszinieren heute durch ihre Vielfalt: Noch nie gab es diese Auswahl an verschiedenen Farben, Formen und Größen. Jede Perlenart hat ein eigenes Spektrum an Farben: Tahiti-Zuchtperlen glänzen in Grau-, Silber- und Schwarztönen, oft überhaucht von Rot, Blau oder Grün. Süßwasser-Zuchtperlen brillieren in Weiß, Rosé und Grün bis hin zu intensiven Rot- und Lilatönen. Werden diese verschiedenen Farben miteinander zu Colliers aufgezogen, spricht man von Multicolour- oder auch Harlekinketten. Dabei werden nicht nur Farben, sondern oft auch Perlarten miteinander kombiniert.

Navetteschliff

Der Navetteschliff ist eine schmale, spitzovale Schliffform, die wegen ihres Aussehens auch „Schiffchen“ genannt wird. Die Tafel dieser Form ist länglich und spitz gestaltet und von Facetten umgeben. Der Navetteschliff ähnelt in seiner Form dem Marquiseschliff.

Oberflächenbeschaffenheit

Perle ist nicht gleich Perle. Selbst wenn sie der gleichen Muschelart entstammen – es gibt gewaltige Qualitätsunterschiede. Wichtiges Kriterium bei der Wertbestimmung ist die Oberfläche einer Perle – neben Größe, Form, Farbe und Lüster. Gleichmäßigkeit ist oberstes Kriterium bei der Oberfläche: je weniger Rillen oder Dellen zu sehen sind, desto besser. Absolute Makellosigkeit ist jedoch ausgesprochen selten, schließlich ist die Perle ein Produkt der Natur.

Olivin

Der Olivin ist in der Schmuckwelt unter dem Namen Peridot weitaus bekannter. Den Namen Olivin hat er wegen seiner lichten gelb- bis olivgrünen Farbe erhalten. Er gehört zu den wenigen Edelsteinen, die es nur in einer einzigen Farbe gibt. Bereits im Altertum wurde er als Kostbarkeit geschätzt, obwohl er keine allzu große Härte aufweist. Lagerstätten sind in Oberbirma, Australien und Brasilien. Olivin wurde auch als Bestandteil von Meteoriten entdeckt.

Onyx

Onyx bezeichnet den tiefschwarzen Chalcedon, einen Quarz. Er wird meist als Lagenstein (mehrschichtiges Material) mit der Kombination von schwarzer Grundschicht und weißer Oberlage gefunden. Chalcedone sind im natürlichen Zustand wachsglänzend oder matt. Verschiedenfarbige Lagen können in konzentrierter Schwefelsäure gekocht werden und erhalten dadurch ein einheitlich schwarzes Aussehen.

Orientperle

Orientperle ist der Fachbegriff für echte Perlen beziehungsweise Naturperlen, die im Inneren von Muscheln ohne Zutun des Menschen entstehen. Ursache dafür ist, dass Perlmutt bildende Zellen, die sich innen an der Schale befinden und für das Perlwachstum zuständig sind, in den Körper der Muschel gelangen. Dies kann zum Beispiel durch einen Parasiten geschehen, der sich durch die Schale in die Muschel bohrt, oder durch das Eindringen eines Fremdkörpers, mit dem eine Verletzung einhergeht. Das bloße Eindringen eines Steinchens oder Sandkorns in die Muschel genügt nicht. Gelangen also die so genannten Epithelzellen in die Muschel, dann führen sie dort ihre Aufgabe, Perlmutt zu produzieren, fort und sorgen dafür, dass eine Perle entsteht.

Ovalschliff

Der Ovalschliff ist – wie der Name schon sagt – eine weiche, ovale Schliffform, die vom Brillantschliff abgeleitet ist. Hauptelement ist die ovale Tafel mit sie umgebenden Facetten.

Padparadscha

Der Padparadscha ist die orangefarbene bis gelbe Variante des Saphirs und gehört daher ebenfalls zur Korund-Gruppe. Sein Name kommt aus dem Singhalesischen und bedeutet „Lotusblüte“. Der Edelstein mit der gesuchten intensiven Orangetönung wird vor allem in Sri Lanka gefunden.

Panzerkette

Die Panzerkette gehört neben der Ankerkette zu den klassischen Kettenformen. Die Panzerkette entsteht, indem eine Kette mit normal miteinander verbundenen Ösen so lange gedreht wird, bis sich die Ösen verformen. Jede einzelne Öse sieht dann so aus, als wären ihre obere und untere Hälfte gegeneinander verdreht worden. Abschließend wird die Panzerkette meist gedrückt, was den Ösen charakteristische Kanten verleiht.

Paraiba-Turmalin

Mangan und Kupfer verleihen ihm seine Farbe. Und auch seine Magie. Der neonblaue Paraiba-Turmalin wurde in den 1980er-Jahren erstmals in Brasilien gefunden. Nach seinem Fundort benannt, ist er die seltenste und kostbarste Variante des Turmalin. Heute findet man ihn auch in Afrika. Aber zum großen Bedauern von leidenschaftlichen Sammlern macht er sich weiterhin rar. Steine von mehr als einem Carat sind kaum zu finden.

Pavé

Pavé ist das französische Wort für „Pflaster“ und steht im Schmuckjargon für Edelmetallflächen, die mit edlen Steinen „gepflastert“ sind: Kleine Steine werden flächig angeordnet, dicht zusammengerückt und so gefasst, dass zwischen ihnen möglichst wenig Metall zu sehen ist. In der Regel sind diese Steine gleich groß und gleich geschliffen. Die obere Facette, die so genannte Tafel eines jeden Steins, soll mit den Tafeln der anderen Steine eine Ebene ergeben, um das Feuer und die luxuriöse Anmutung von Pavé zu erzeugen.

Peacock

Peacock ist die Fachbezeichnung einer bestimmten Farbe der dunklen Tahitiperle. Diese Farbe erinnert an den Schimmer einer Pfauenfeder, ist in der Grundfarbe dunkel mit einem intensiven grünen Glanz. Diese Variante der Tahitiperle gehört zu den gefragtesten und auch hochwertigsten Exemplaren dieser Zuchtperlen.

Peridot

Der Peridot ist ein wahrhaft himmlischer Edelstein: Er wurde bereits in Meteoriten gefunden, die auf die Erde niedergingen. Seine Fundstätten auf der Erde liegen unter anderem in Oberbirma, Australien und Brasilien. Der Lieblingsstein des Barock gefällt durch sein lichtes, pistazien- oder olivähnliches Gelbgrün. Er gehört zu den wenigen Edelsteinen, die es nur in einer einzigen Farbe gibt. Diese hat ihm unter Mineralogen auch den Namen Olivin gegeben.

Perlen

Perlen entstehen in verschiedenen Salz- und Süßwassermuscheln und zählen zu den ältesten Schmuckstücken der Menschheit. Sie waren einst überaus kostbar und den Reichen und Mächtigen vorbehalten. Orientperlen entstehen zufällig und ohne menschliches Zutun. Sie werden auch heute noch gefunden, jedoch kaum noch gehandelt. Seit der Entwicklung der Perlzucht zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfährt die Zuchtperle eine stetige Weiterentwicklung. Heute ist sie so populär wie nie zuvor und in vielen Größen, Farben, Formen und Varianten, z. B. als Süßwasser-, Akoya- oder Südsee-Zuchtperle, erhältlich.

Perlmutt

Perlmutt wird von Weichtieren, den so genannten Mollusken, erzeugt. Die Mollusken sind marine Muscheln und Schnecken, die so genannte Epithelzellen besitzen, die für den Bau und das Wachstum der Muschelschalen zuständig sind und Perlmutt produzieren. Perlmutt besteht vor allem aus Calciumkarbonat, einer Verbindung aus Calcium, Kohlenstoff und Sauerstoff. In der Perle liegt es als Aragonit vor, das in zahllosen, feinen, parallelen Lagen die Innenseite der Muschelschale auskleidet oder sich wie die Schalen einer Zwiebel um eine Perle legt. Jede der hauchdünnen Aragonitlagen besteht wie bei einem Mosaik aus unzähligen plattigen Aragonitkristallen. Diese sind untereinander durch eine hornartige, organische Substanz, das Conchyn, verkittet. Muschelschalen aus Perlmutt wurden bereits in alten Zeiten als Gebrauchs- und Zierschmuck verwendet.

Piqué

Mit dem Begriff Piqué wird die Reinheit (Clarity) von Diamanten klassifiziert. Die Reinheit ist eines der vier Qualitätskriterien („4 C“), nach denen der Wert eines Diamanten ermittelt wird. Völlig perfekte Diamanten – also Steine ohne Einschlüsse – sind die seltene Ausnahme. Wenn Diamanten selbst für das bloße Auge deutliche innere Merkmale aufweisen, so erfolgt nach einem international anerkannten Bewertungssystem die Einstufung in die Gruppe „Piqué“. Diese ist nochmals in drei Abstufungen unterteilt, die man „Piqué I“ bis „Piqué III“ nennt.

Platin

Platin wird erst seit Ende des 19. Jahrhunderts zur Schmuckherstellung verwendet. Seinen Namen gaben ihm die spanischen Eroberer in Südamerika, die es „platina“ nannten, was so viel wie „kleines Silber“ bedeutet. Platin ist das seltenste und kostbarste aller Metalle, das schwer zu gewinnen ist und sich bei der Verarbeitung spröde und zäh gibt. Es wird in der Regel mit einem Feingehalt von 950/000 verarbeitet, das heißt, von 1.000 Gramm Schmuckmetall sind 950 Gramm reines Platin. Dafür steht der Stempel „PT 950“.

Polieren

Die Feinbearbeitung der Oberfläche von Schmuckstücken wird Polieren genannt. Ziel ist eine glatte und hochglänzende Oberfläche. Polieren kann von Hand zum Beispiel mit Polierwatte oder maschinell an rotierenden Leder- oder Wollscheiben ausgeführt werden. Zusätzlich benutzt man Polierpasten, die den glättenden Effekt verstärken. Diese Arbeitsgänge können auch elektrochemisch, chemisch oder in Trommeln durchgeführt werden. Abgetragene Schmuckstücke können vom Goldschmied wieder aufpoliert werden und erhalten so ihren Glanz zurück.

Princess Cut

Der Princess Cut oder Prinzess-Schliff ist eine Kombination aus Brillant- und Smaragdschliff. Es gibt ihn in verschiedenen Ausprägungen. Je nachdem hat er unterschiedlich viele Facetten und ist im Quadrat als eckiges oder stumpfes Carré geschliffen.

Punzierung

Eine Punzierung ist das „Stempeln“ bzw. Einschlagen eines Zeichens, das sich in jedem Schmuckstück findet. Bei Juwelier Wempe trägt jedes Schmuckstück neben der amtlichen Punzierung das Zeichen seiner Herkunft, die Wempe-Punze. Die amtliche Punzierung gibt Auskunft über den Feingehalt eines Edelmetalls und ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Feingehaltszahl gibt an, wie viel Feinmetall sich in 1.000 Teilen der Legierung befindet. Gold „750“ heißt zum Beispiel, dass von 1.000 Teilen Schmuckmetall ganze 750 reines Gold sind (siehe auch Karat).

Quarz

Der Quarz umfasst eine große Gruppe von Mineralien mit vielen bekannten Schmuckstein-Varietäten, die chemisch gleich zusammengesetzt sind und ähnliche physikalische Eigenschaften haben. Man unterscheidet Quarze, deren Kristalle mit bloßem Auge erkennbar sind (unter anderem Amethyst, Citrin und Bergkristall) sowie Quarze, deren Kristalle mikroskopisch klein sind (unter anderem Achat, Chalcedon und Jaspis). Es gibt Quarze in allen erdenklichen Farben. Quarz wird auch in der Technik vielseitig verwendet: Quarzsand bildet einen wichtigen Rohstoff für die Glas- und Keramikindustrie, Quarzkristalle dienen als Bauelemente in der Optik, Elektronik und Nachrichtentechnik.

Radiant

Der Radiant ist eine Schliffform des Diamanten, die vom Brillanten abgeleitet wurde. Allerdings besitzt er mehr Facetten als beim Brillanten üblich: Genau 70 Facetten geben dem von dem Amerikaner Henry Großbard entwickelten Schliff ein charakteristisches Aussehen.

Reinheit (Clarity)

Der Begriff Reinheit – „Clarity“ – bezeichnet eines der vier Qualitätskriterien („4 C“), nach denen der Wert eines Diamanten ermittelt wird. Völlig perfekte Diamanten – also Steine ohne Einschlüsse – sind die seltene Ausnahme. Die Reinheit von Diamanten wird sehr streng beurteilt und nach einem international anerkannten Bewertungssystem klassifiziert. Die höchste Stufe ist „IF“ („Internally Flawless“ – keinerlei Einschlüsse), im Deutschen auch „lupenrein“ genannt. Weitere Abstufungen sind: „Very Very Small Inclusions“ (VVS1 bis VVS2) mit winzigen, für das bloße Auge unsichtbaren Einschlüssen. „Very Small Inclusions“ (VS1 bis VS2) mit sehr kleinen, für das bloße Auge ebenfalls unsichtbaren Einschlüssen. Insgesamt umfasst diese Skala sieben Abstufungen. Die drei letzten – „Piqué I“ bis „Piqué III“ genannt – offenbaren auch für das bloße Auge sichtbare Einschlüsse, die die Brillanz der Steine stören können.

Rhodinieren

Das Überziehen von Schmuckstücken mit einer feinen Rhodiumschicht wird Rhodinieren genannt. Rhodium ist ein Schwestermetall von Platin, es ist sehr hart und hat einen klaren, weißen Glanz. Es wird angewendet, um den oft grauen Schimmer von Weißgoldlegierungen aufzufrischen. Oft dient eine Rhodiumschicht auch als Schutzüberzug zum Beispiel für Silber, da Rhodium nicht oxidiert. Das Rhodinieren erfolgt in einem galvanischen Bad.

Rhodolith

Der Rhodolith ist eigentlich ein Pyrop, der als rosenrote Varietät jedoch diesen Eigennamen erhalten hat. Der Pyrop gehört zur Granat-Gruppe und war der Modestein des 18. und 19. Jahrhunderts. Bisweilen werden auch rosenrote Almandine mit dem Namen Rhodolith bezeichnet.

Ritzhärte

Der Wiener Mineraloge Friedrich Mohs (1773–1839) hat den Begriff der Ritzhärte zur Einordnung von Mineralien eingeführt. Er definierte die Ritzhärte als den Widerstand, den ein Mineral dem Ritzen mit einem scharfkantigen Gegenstand entgegenbringt. Anhand dieses Verhaltens stellte er eine Ritzhärteskala auf, die heute gebräuchlichste Einordnung der Härte von Edelsteinen. Diese Skala teilt Minerale in zehn Härtegrade ein. Siehe auch Mohshärte.

River

River ist eine heute nicht mehr weit verbreitete Qualitätseinstufung für Diamanten, mit der die Farbe (Colour) bezeichnet wird. River ist die höchste Einstufung der Diamantenfarbe und bezeichnet ein „hochfeines Weiß“. In der internationalen Farbskala nach CIBJO wird diese Qualitätsstufe in „hochfeines Weiß +“ und „hochfeines Weiß“ unterteilt und mit den Buchstaben „D“ und „E“ bezeichnet. Als nächste Qualitätsstufen folgen Top Wesselton („feines Weiß +“ und „feines Weiß“) und Wesselton („Weiß“).

Rivière

Viele einzelne Diamanten, die in einer langen Reihe einzeln gefasst und ganz eng und doch beweglich miteinander verbunden sind, erwecken den Eindruck eines luxuriösen, Funken sprühenden Armbandes oder Colliers. Daher auch der Name dieser Technik, Diamanten zu fassen: Rivière kommt von dem französischen Wort für Fluss bzw. fließend.

Rubellit

Der Rubellit ist eine hochwertige Varietät des Turmalins und ist rosa bis rot, bisweilen mit einem Stich ins Violette. Je nach Farbe wird er auch unter der Bezeichnung „roter Turmalin“ oder „rosa Turmalin“ angeboten.

Rubin

Der Rubin verdankt seinen Namen seiner Farbe: „Rubens“ heißt im Lateinischen „Rot“. Er ist einer der wertvollsten Edelsteine der Welt – oft viel kostbarer als ein gleich großer Diamant. Denn makellose Rubine sind äußerst selten. Am gefragtesten sind Steine aus den Minen von Mogok (Birma) im so genannten Taubenblutrot, einem bläulich überhauchten Rot. Wichtige Lagerstätten sind auch Thailand, Sri Lanka und Tansania. Der Rubin wurde erst um 1800 als Mitglied der Korund-Gruppe erkannt. Davor bezeichnete man auch den roten Spinell und den Granat als Rubin oder alle drei als „Karfunkelsteine“. Früher war Rubin das Symbol für Macht, Tapferkeit und Würde; im Mittelalter wurde ihm nachgesagt, er verdunkle sich bei nahendem Unheil.

Rundiste

Die Rundiste – oft auch Rondiste genannt – ist Teil eines Edelsteinschliffs und bildet die umlaufende Kante zwischen Ober- und Unterteil. Bei einem Brillanten werden die direkt an diesen Trennrand anschließenden Facetten „obere Rundistfacetten“ und „untere Rundistfacetten“ genannt. Auf diese folgen jeweils die Hauptfacetten und auf der Oberseite die Tafel, auf der Unterseite die Spitze oder Kalette.

Rutil

Der hoch lichtbrechende Rutil ist rötlich braun bis blutrot und schwarz. Obwohl er von fast metallischem Glanz ist, spielt er als Schmuckstein keine Rolle. Er ist von relativ geringer Härte. Allerdings taucht der Rutil als Einschluss in verschiedenen Edelsteinen auf. Dort nimmt er nadel- bis haarförmige Formen an und sorgt für wunderschöne Zeichnungen und überraschende Lichteffekte. In Bergkristall und Rauchquarz treten zarte, strohgelbe Rutilnadeln und -fasern auf, die als „Venushaar“ schon in alter Zeit gesucht waren.

Santa Maria

„Santa Maria“ ist die Qualitätsbezeichnung für besonders feine Aquamarine, die in einem tiefen, sehr begehrten Blau auftreten. Dieser Name kommt von der gleichnamigen Mine in Brasilien (Ceará). Weitere Qualitätsstufen von Aquamarinen aus Brasilien sind Bezeichnungen wie „Espirito Sant“, „Martha Rocha“, „Fortaleza“ und „Marambaia“. Schöne Aquamarine stammen auch aus Mosambik und werden „Santa-Maria-Africana“ genannt.

Saphir

Sein Name führt in die Irre: Die Bezeichnung „Saphir“ beruht auf dem griechischen Wort für Blau. Doch der Saphir aus der Korund-Gruppe wird in allen Farben des Regenbogens gefunden. Es gibt grüne, gelbe, rosafarbene und braune Saphire, die die Farbe als Beinamen tragen. Der Name Saphir ohne Zusatz meint in der Regel den blauen Saphir. Nur der rote Korund wird Rubin genannt, der orangefarbene Padparadscha. Der Saphir gehört zu den begehrtesten Juwelen – besonders gefragt ist er in einem tiefen Kornblumenblau. Die bedeutendsten Lagerstätten liegen in Australien, Birma, Sri Lanka und Thailand.

Sautoir

Sautoirs sind sehr lange Ketten, die elegant und sinnlich bis zur Taille schwingen. Sie kamen im 18. und 19. Jahrhundert mit einer Länge von bis zu 120 Zentimetern in Mode. Sautoirs sind oft ohne Verschluss gearbeitet und enden mit geschmückten Anhängern oder Troddeln. Früher wurden die beiden Enden eines Sautoirs mit Broschen am Gürtel, an der Schulter oder an zwei verschiedenen Stellen des Kleides festgesteckt. Andere Versionen verfügen über unsichtbare Schließen, so dass ein Sautoir auch als mehrreihige Kette oder als Armband getragen werden kann. Das Sautoir war Coco Chanels Lieblingsschmuck und wird daher auch „Chanel-Kette“ genannt.

Schiene

Schiene ist die Fachbezeichnung für den wichtigsten Teil des Rings: den Reifen, der den Finger umschließt, also die Grundform des Ringes. Die Ringschiene kann gerade oder gerundet gestaltet sein und ist in der Regel mit einem Ringkopf versehen, der zum Beispiel als Fassung von Farbsteinen oder Diamanten dient.

Schlangenkette

Die Schlangenkette ist geschmeidig und beweglich – daher auch ihr Name. Ihre Oberfläche wirkt nahezu geschlossen, da flache Glieder wie Schuppen eng miteinander verbunden und trotzdem voll beweglich sind. Sie eignet sich besonders gut als Trägerkette für Anhänger.

Schliff

Der Schliff ist die Bearbeitung der Oberfläche von Farbsteinen und Diamanten, durch die ihre Schönheit, ihre Farbe und ihr Glanz zum Vorschein kommen. Die Anfänge des Edelsteinschleifens kommen wahrscheinlich aus Indien. Bis ins 15. Jahrhundert hinein wurde bei durchsichtigen Edelsteinen meist nur die natürliche Kristall- oder Spaltfläche poliert. Der Facettenschliff wurde erst im Laufe des 15. Jahrhunderts allgemein bekannt. Farbsteine werden auf Schleifscheiben aus Blei, Bronze, Kupfer oder Zinn geschliffen. Diamanten können nur mit Diamanten geschliffen werden – und auch nur deshalb, weil der Diamant auf verschiedenen Kristallflächen und nach verschiedenen Richtungen hin unterschiedlich hart ist. Viele der Arbeitsschritte beim Schleifen von Farbsteinen oder Diamanten sind nur von Hand möglich.

Schmuckstein

Sammelbezeichnung für alle schmückenden Steine und steinähnlichen Materialien. Bisweilen wird der Begriff auch nur für die weniger wertvollen oder undurchsichtigen Steine verwendet. Meist wird der Begriff Schmuckstein jedoch mit dem Begriff des Edelsteins gleichgesetzt. Eine klare Abgrenzung und begriffliche Bedeutung gibt es nicht.

Silber

Silber ist ein weiß glänzendes, leicht verformbares und dehnbares Metall. Es hat mit einigen Superlativen aufzuwarten: Von allen Metallen reflektiert es am besten Licht und ist der beste Wärme- und Elektrizitätsleiter. Daher ist es nicht nur für Schmuck begehrt, sondern auch für chemische Apparate und ist in der Medizin und Elektrotechnik sehr gefragt. Sein chemisches Symbol ist „Ag“, abgeleitet vom lateinischen „argentum“. Da reines Silber für die meisten Anwendungsbereiche zu weich ist, wird es mit anderen Metallen legiert. Dabei entspricht die Bezeichnung „Sterlingsilber“ einer Legierung, bei der von 1.000 Teilen Metall ganze 925 Teile Silber sind.

Smaragd

Sein Name charakterisiert den edelsten Stein aus der Beryll-Gruppe: „Smaragdos“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „grüner Stein“. Die meisten Smaragde sind von feinen Rissen und Einschlüssen durchzogen. Vollkommene Steine in einem satten, dunklen Grün sind Raritäten, die höher geschätzt werden als der Diamant. Die schönsten Exemplare kommen aus Kolumbien und haben meist nur farblose Einschlüsse, während bei Steinen aus fast allen anderen Vorkommen der Welt das schöne Grün stärker eingetrübt ist. Bisweilen gilt dies jedoch nicht als Fehler und wird als „Jardin“ bezeichnet. Der Smaragd wird bevorzugt im Treppen- oder im Smaragdschliff (Emerald Cut) geschliffen.

Solitaire

Der Name Solitaire kommt aus dem Französischen und heißt „einzeln“ bzw. „Einsiedler“. Im Schmuck bezeichnet dieser Begriff ein Stück mit einem einzeln gefassten, meist stattlichen Diamanten im Mittelpunkt. Oft wird unter dem Begriff Solitaire ausschließlich ein Ring verstanden, dessen Höhepunkt ein Diamant bildet.

Spaltbarkeit

Viele Edelsteine lassen sich in eine oder mehrere Richtungen spalten und weisen an den Bruchstellen dann vollkommen ebene Flächen auf. Diese Eigenschaft wird Spaltbarkeit genannt. Sie ist vom Gitterbau der Kristalle abhängig. Je nachdem, wie leicht sich ein Edelstein spalten lässt, unterscheidet man eine vollkommene, eine gute und eine undeutliche Spaltbarkeit. Wenn Edelsteine sich überhaupt nicht spalten lassen, heißt dies „keine Spaltbarkeit“. Beim Schleifen und Fassen von Edelsteinen muss auf die Spaltbarkeit Rücksicht genommen werden, denn oft genügt schon ein kleiner Schlag oder übermäßiger Druck, um einen Stein zu teilen.

Südseeperle

Südseeperlen sind die kostbarsten und feinsten aller Perlen. Allein ihre Größe von 10 bis 20 Millimeter Durchmesser macht sie zu besonderen Prachtstücken. Helle Südsee-Zuchtperlen haben eine sehr dicke Perlmuttschicht, die von Weiß über Silber, Creme und Gold bis in ein helles Blaugrau geht und die ihnen den sanften und dennoch glanzvollen Lüster verleiht. Die größten und schönsten Südseeperlen kommen aus Australien, auch Indonesien ist ein bedeutender Produzent. Südseeperlen wachsen in der Muschel „Pinctada maxima“. Am seltensten und hochwertigsten sind weiße Südsee-Zuchtperlen, die nahezu perfekt rund geformt sind.

Süßwasserperle

Süßwasser-Zuchtperlen sind heute sehr populär. Denn aus den früher kleinen und unregelmäßigen Perlen sind durch Zuchtfortschritte der vergangenen Jahre bis zu zehn Millimeter große, aber nur annähernd runde Perlen geworden, die durch ihre Farbvielfalt bestechen: Diese reicht von Weiß, Rosé und Grün bis hin zu intensiven Rot- und Lilatönen. Bei der Züchtung wird nur ein Perlmutt bildendes Gewebestück eingesetzt, so dass die Perlen kernlos sind und durch und durch aus Perlmutt bestehen. Heute kommen Süßwasser-Zuchtperlen fast ausschließlich aus China und tragen daher auch den Namen „Chinaperlen“.

Synthese

Der Mensch imitiert die Natur: Synthesen sind in einem Labor hergestellte Minerale, die die gleichen chemischen und physikalischen Eigenschaften wie natürliche Minerale aufweisen. Verfahren für diese Herstellung wurden bereits Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt. Am gebräuchlichsten ist ein Schmelz-Tropf-Verfahren, bei dem pulverisierter Rohstoff geschmolzen wird. Die niederfallenden Tropfen bilden einen birnenförmigen Körper, dessen Inneres einem natürlichen Kristall völlig gleicht. Heute gibt es kaum einen Edelstein, der nicht nachgeahmt werden kann. Im Handel müssen sie mit dem Zusatz „synthetisch“ versehen sein.

Tafel

Die Tafel bezeichnet die obere Schlifffläche eines Schmucksteins. Diese plane Fläche erzeugt den Eindruck von Tiefe in dem Stein und ist meist von einer Vielzahl von Facetten umgeben, die zum Beispiel beim Baguette- oder Smaragdschliff treppenförmig angelegt sind, während sie beim Brillant- oder Navetteschliff dreieckig bis rautenförmig ineinander greifen.

Tahitiperle

Die Tahitiperle ist die dunkle Variante der Südseeperle, die seit den 1960er Jahren in der schwarzlippigen Perlmuschel „Pinctada margaritifera“ überwiegend in Französisch-Polynesien gezüchtet wird. Auch sie erreicht ansehnliche Größen von acht bis zwölf Millimetern, zum Teil mehr als 15–Millimeter. Ihr satter Lüster glänzt in Grau-, Silber- und Schwarztönen, manchmal überhaucht von einem Schimmer Rot, Blau oder Grün. Am begehrtesten ist die Farbe einer Pfauenfeder, ein „Peacock“ genannter dunkler, grün schimmernder Ton.

Talisman

Schmuck entstand aus seiner Funktion als Amulett oder Talisman: Früher trugen die Menschen bestimmte Edelsteine oder Symbole, die sie vor Bösem schützen und Gutes bringen sollten. Erst im Laufe der Geschichte hat der Schmuck sich auf seine fast ausschließlich zierende Funktion reduziert. Doch noch immer wird in vielen Symbolen mehr gesehen als nur Schmuck: Das Herz gilt als Zeichen der Liebe, das Kreuz als Schutzamulett. Der Trend zum Bettelarmband mit seinen vielen Glücksanhängern ist charmanter Ausdruck dieser Vorliebe.

Tansanit

Der Tansanit ist eine noch recht junge Schönheit: Er wurde erst 1967 entdeckt. Allerdings ist er kein neues Mineral, sondern eine besondere farbliche Varietät des Zoisit, die bisher nur in Tansania gefunden wurde. Der Stein besticht durch seine meist makellose Transparenz und seine intensive blaue Farbe, die bis ins Violett reichen kann. Bisweilen erscheint der Tansanit zweifarbig und ist dann von einem purpurfarbenen Hauch umgeben.

Topas

Der Name Topas wurde früher nicht einheitlich gebraucht: Man nannte alle gelben, goldbraunen und manchmal auch grünen Edelsteine Topas. Heute wird der Topas auch Edeltopas genannt und bezeichnet eine Gruppe von Edelsteinen, die in allen Farben auftreten: meist zart getönt von Gelb über Blau und Grün bis hin zu Rot und Violett. Am wertvollsten sind Steine in Rosa bis Rötlichorange - sie werden Imperial-Topas genannt. Am häufigsten findet man den Topas in Gelb. Daher wird er manchmal mit dem Citrin verwechselt, obwohl der Topas härter ist und eine höhere Lichtbrechung hat. Einzige Schwäche: seine gute Spaltbarkeit. Bedeutendster Lieferant ist Brasilien.

Top Wesselton

Top Wesselton ist eine heute nicht mehr weit verbreitete Qualitätseinstufung für Diamanten, mit der die Farbe (Colour) bezeichnet wird. Top Wesselton ist nach River die zweitbeste Einstufung der Diamantenfarbe und bezeichnet ein „feines Weiß“. In der internationalen Farbskala nach CIBJO wird dieses Qualitätsstufe in „feines Weiß +“ und „feines Weiß“ unterteilt und mit den Buchstaben „F“ und „G“ bezeichnet.

Transparenz

Transparenz bezeichnet bei Edelsteinen den Grad der Durchsichtigkeit bzw. der Lichtdurchlässigkeit. Dies ist ein wichtiger Wertfaktor. Einschlüsse oder Risse beeinträchtigen die Transparenz. Diese umfasst verschiedene Grade: Der Fachmann spricht von durchsichtig, wenn Licht ungehindert reflektiert wird. Bedingt durchsichtig heißt, dass Licht mit geringer Intensität reflektiert wird. Opak bedeutet, dass Licht vollständig absorbiert wird.

Treppenschliff

Der Treppenschliff gehört zu den Facettenschliffen. Er hat eine rechteckige Form und gibt die Herkunft seines Namens preis, wenn man ihn von der Seite betrachtet: die „treppenförmige“ Ansicht offenbart charakteristische „Stufen“, die zu der großen Tafel führen. Dieser Schliff wurde zum achtkantigen Smaragdschliff (Emerald Cut) weiterentwickelt, bei dem die vier Ecken durch Facetten abgestumpft sind.

Trillant

Der Trillant ist ein Diamantschliff, der dem edlen Stein die Form eines symmetrischen Dreiecks gibt. Der Trillant wird im Schmuck häufig als Seitenbesatz neben Farbsteinen oder großen Diamanten benutzt. Ein dreieckiger Schliff ist auch der Troidias-Schliff mit drei gewölbten Seiten und je nach Größe 77 bis 107 Facetten.

Tropfen

Der Tropfenschliff ist eine besonders charmante Schliffart. Wie ihr Name schon sagt, werden dabei Steine tropfenförmig gestaltet. Bereits die Tafel nimmt diese Form auf, betont von den sie umgebenden Facetten. Tropfenförmig geschliffene Steine gibt es auch unter den Namen Briolett, Poire (französisch für Birne) und Pampelschliff.

Türkis

Es gibt kein anderes Mineral, das in so vielen Kulturen als heiliger Stein und Talisman verehrt wurde. Schon in alten Zeiten war man fasziniert von der himmelblauen bis apfelgrünen Farbe des undurchsichtigen Türkises. Sein Name bedeutet „türkischer Stein“, weil sein Handelsweg früher über die Türkei führte. Die begehrteste Farbe, ein klares Himmelblau, ist selten; meist wird der Türkis von dunklen Adern anderer Mineralien durchzogen. Beste Qualitäten kommen aus dem Iran. Der Türkis weist eine relativ geringe Härte auf und ist leicht porös. Das macht ihn gegenüber Schweiß, Kosmetika und Parfum empfindlich.

Turmalin

Die Turmalin-Gruppe umfasst Steine, die in einer Vielzahl verschiedener Farben vorkommen. Einige der Farbvarianten haben eigene Namen, so wird zum Beispiel der rosa bis rote Turmalin als Rubellit bezeichnet, der schwarze als Schörl, der grüne als Verdelith und der blaue als Indigolith. Einfarbige Turmaline sind recht selten. Weitaus häufiger zeigt ein Turmalin unterschiedliche Töne oder sogar verschiedene Farben. Daher auch sein Name: „turmali“ ist das singhalesische Wort für „Stein mit gemischten Farben“. Bedeutendster Turmalin-Lieferant ist Brasilien.

Ultraschall

Die Schallschwingungen von Ultraschall eignen sich zur Reinigung von empfindlichen und schwer zugänglichen Oberflächen – also auch für Schmuck. Dazu werden die zu reinigenden Stücke in ein Tauchbad mit Reinigungsflüssigkeit gehalten. Schallwellen mit Frequenzen oberhalb der menschlichen Hörgrenze erzeugen Schwingungen, durch die sich der Schmutz von den behandelten Oberflächen löst.

Veneziakette

Die Veneziakette – auch venezianische Schachtelkette oder Mignonkette genannt – ist aus der Ankerkette entstanden. Sie besteht aus quadratischen Elementen, die aus rechteckigen Metallstreifen geformt sind. Wie bei der Erbskette greifen diese Glieder abwechselnd horizontal und vertikal ineinander.

Verlauf

Von Verlauf spricht man bei Hals- oder Armschmuck, dessen Volumen von der Mitte zum Verschluss hin abnimmt. Bei einem Perlencollier befindet sich in der Mitte die größte Perle; zum Verschluss hin nimmt der Durchmesser der aufgezogenen Perlen gleichmäßig ab.

Wachstumsmerkmale

Perlen sind ein Produkt der Natur: Selbst wenn ihre Bildung bei der Perlenzucht durch die Hand des Menschen angeregt wird, ist ihre Entstehung doch den Launen der Natur unterworfen. Sie wachsen im Inneren von Muscheln, die vor Perlenfarmen im Meer leben. Wechselnde Temperaturen, sich ändernder Nährstoffgehalt – all das beeinflusst die Muscheln bei der Bildung von Perlmutt, das Schicht für Schicht eine Perle aufbaut. Dabei entstehen oft Rillen oder Ringe, die eine echte Perle kennzeichnen und als Wachstumsmerkmale gelten.

Wesselton

Wesselton ist eine heute nicht mehr weit verbreitete Qualitätseinstufung für Diamanten, mit der die Farbe (Colour) bezeichnet wird. Wesselton ist nach River und Top Wesselton die drittbeste Einstufung der Diamantenfarbe und steht nach „hochfeinem Weiß“ und „feinem Weiß“ für „Weiß“. In der internationalen Farbskala nach CIBJO wird diese Qualitätsstufe mit dem Buchstaben „H“ bezeichnet.

Zargenfassung

Die Zargenfassung ist wie ein Rahmen, der einen Stein umfasst und festhält. Dabei wird das Metall als dünner Streifen rund um einen Stein geführt. Der eng anliegende Rand wird schließlich leicht über den Stein gedrückt und hält ihn sicher in seiner Position.

Zertifikat

Bei Juwelier Wempe begleitet ein Zertifikat, also eine schriftliche Bescheinigung, den Diamantschmuck (Solitaire ab 0,25 Carat, Pavé ab 0,50 Carat). Darin sind die wichtigsten Informationen zu dem Stück zusammengefasst. Das individuelle Echtheitszertifikat von Juwelier Wempe bezieht sich vor allem auf die Qualität der Steine, die anhand allgemeiner Kriterien (siehe auch „4 C“) dargestellt wird.

Zirkon

Der Zirkon ist ein Mineral voller Leuchtkraft und Feuer. Obwohl sein Name wahrscheinlich aus dem Persischen stammt und „goldfarben“ bedeutet, wird er in fast allen Farben gefunden. In seiner hohen Lichtbrechung reicht er fast an den Diamanten heran, allerdings ist er sehr spröde und daher gegen Druck und Stoß empfindlich. Varietäten des Zirkons sind der gelbe bis rotbraune Hyazinth, der strohgelbe bis fast farblose Jargon und der blaue Starlin, der meist durch Brennen anderer Zirkone entsteht. Der Zirkon wird unter anderem in Asien, Australien, Südamerika und Afrika gefunden. Mit dem ähnlich klingenden Zirkonia, einem synthetischen Stein, hat er nichts gemeinsam.

Zirkonia

Der Zirkonia ist ein künstlich produzierter, synthetischer Stein, der als beste Diamant-Imitation gilt. Er ähnelt dem großen Vorbild in seinen physikalischen Eigenschaften und erzielt eine besonders gute optische Wirkung. Er wird auch Fianit bzw. Phianit oder KSZ (kubisch stabilisiertes Zirkoniumoxid) genannt. Er wird seit 1977 in allen Größen und Formen und sogar mit künstlichen Einschlüssen hergestellt. Zirkonia ist nicht zu verwechseln mit Zirkon, einem natürlich entstandenen Mineral.

Zitrin

Der Zitrin – oft auch Citrin geschrieben – ist ein ziemlich seltener Stein der Quarz-Gruppe. Er erscheint in den Farben Hell- bis Dunkelgelb und Goldbraun. Die meisten Zitrine, die heute angeboten werden, haben ihre Farbe durch Brennen von Amethyst oder Rauchquarz erhalten – ein Verfahren, das schon seit mehr als 200 Jahren üblich ist. Dabei werden die Steine auf 470 bis 560 Grad erhitzt und schlagen dann in die begehrten Gelbtöne über.

Zopfkette

Die Zopfkette verdankt ihren Namen ihrem Aussehen: Sie wirkt wie ein sorgsam geflochtener Zopf. Die einzelnen Elemente greifen versetzt und sehr eng ineinander, um dieses symmetrische Bild zu erzeugen.

Zuchtperle

Das zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Japan entdeckte Verfahren zur Perlzucht wird bis heute angewandt: Ein Kern – meist eine aus Muschelschalen gedrechselte Kugel – wird zusammen mit Perlmutt produzierendem Muschelgewebe in eine Muschel eingesetzt. Die Muscheln werden wieder ins Wasser eingesetzt und regelmäßig gereinigt. Im Inneren der Muschel produziert das eingepflanzte Gewebe weiter Perlmutt und überzieht damit in mindestens 18 Monaten den Kern. Die so entstandenen Perlen nennt man Zuchtperlen oder Kulturperlen.

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