Perlen

Dürfen wir Ihnen eine berühmte Designerin vorstellen: die Natur.

Juwelier Wempe: Expertenwissen Perlen

Perlen sind die ältesten Juwelen der Welt. Um ihre Entstehung ranken sich unzählige Mythen, in früheren Kulturen wurden sie sogar als Tränen der Götter bezeichnet. Ein Grund für diese Faszination liegt darin, dass die Perle das einzige Schmuckstück ist, welches die Natur in vollendeter Schönheit designt. Wohlhabende Römerinnen trugen sie auch nachts, um bessere Träume zu haben.

Auch das Meer verpackt seine Perlen in hübschen Schatullen

Lange Zeit kamen Perlen in der Natur sehr selten vor. Sie waren den Reichen und Privilegierten vorbehalten. Erst Anfang des letzten Jahrhunderts konnte man im Fernen Osten das große Geheimnis um ihre Entstehung lüften und erste Perlen züchten. Den Japanern war es gelungen, den natürlichen Prozess der Perlmuttbildung künstlich zu initiieren. Denn sowohl eine Natur- als auch eine Zuchtperle sind das Ergebnis eines Abwehrprozesses der Muschel. Ein zufällig eingedrungener fester Fremdkörper oder ein bewusst eingebrachter Kern wird zum Schutz des Weichgewebes nach und nach mit Perlmutt-Kristallplättchen (Aragonit) ummantelt.

Auch bei Zuchtperlen dauert dieser Prozess Jahre, und das Wachstum ist extrem von verschiedenen Umwelteinflüssen abhängig. Wie erfolgreich einzelne Züchter waren, zeigt sich bis heute auf der japanischen Perlenauktion, die zwölfmal jährlich in Tokio oder Kobe stattfindet.

Alle bei Wempe angebotenen Perlen sind echte Zuchtperlen. Wenn Sie selbst die Echtheit von Perlenschmuck überprüfen möchten, machen Sie den „Zahntest“: Eine echte Perle fühlt sich rau und sandig an Ihren Zähnen an – eine Kunststoffperle gleitet an ihnen ab.
Juwelier Wempe: Expertenwissen Perlen
Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich bei allen abgebildeten Perlen um Zuchtperlen handelt.

Perlen und die Verführungskunst

Nicht erst seitdem der holländische Maler Jan Vermeer die Perle mit seinem berühmten Gemälde „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ auf dezente Art in Szene gesetzt hat, ist dieser Schmuck zu einem Symbol verführerischer Weiblichkeit geworden. Der Schmuckklassiker unterstreicht die Schönheit der Frauen auf ebenso aparte wie natürliche Weise. Und weil die Natur niemals ein perfekt identisches Paar hervorbringen wird, bestätigt eine diskrete Abweichung in Form und Farbe die Einzigartigkeit Ihres Perlenpaares.

Qualitätsmerkmale der Zuchtperle

Wenn die Perlen eines Colliers auch auf den ersten Blick gleich erscheinen, so macht es doch ihren besonderen Reiz aus, dass jede ein absolutes Unikat ist. Um ihren Wert vergleichen zu können, achten­ Sie bitte auf folgende fünf Qualitätskriterien:

Die fünf Qualitätskriterien

  1. Lüster 
    Je stärker die Beschichtung einer Perle ist, desto tiefer ist ihr Glanz und dementsprechend höher ihre Qualität.
  2. Oberfläche
    Eine wertvolle Perle ist möglichst glatt und frei von Wachstumsmerkmalen.
  3. Farbe
    Die Farbe ist ein subjektives Kriterium. Wichtig ist, dass die Perle zu Ihrem Hauttyp passt. Sind Sie sich bei der Wahl nicht sicher, unterstützen wir Sie gern in Ihrer Wempe-Niederlassung.
  4. Größe
    Grundsätzlich steigt der Wert einer Perle mit zunehmender Größe. Das gilt jedoch nur, wenn sie auch alle anderen Qualitätskriterien erfüllt. Ist das nicht der Fall, ist eine kleinere, aber besser beschichtete Perle wertvoller.
  5. Form 
    Je runder die Perle, desto wertvoller ist sie.

Klasse statt Masse: die Akoyaperle 

Die feine Akoyaperle stammt überwiegend aus japanischen Salzgewässern. Pinctada martensii ist der Name der Muschel, in der jeweils nur ein Kern zur Perle gezüchtet wird. Die Zuchtdauer beträgt 9 bis 24 Monate. In dieser Zeit wächst sie bis zu einer Größe von zehn, in Ausnahmefällen auch elf Millimetern heran.

Um ihren Wert richtig einschätzen zu können, muss man wissen, dass die Zucht von Akoyaperlen extrem aufwändig ist: Ein Volumen von 1.000 eingepflanzten Kernen ergibt gerade mal 80 Perlen von guter bis sehr guter Qualität.
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Raffiniert gewickelt. Endlose Akoyaperlenkette mit vielfältigen Tragemöglichkeiten.

Keine ganz runde Sache: die chinesische Süßwasserperle

Wenn Sie sich über unterschiedliche Preise für auf den ersten Blick gleich aussehende Perlenketten wundern, informieren Sie sich über die Herkunft der Perlen. Denn es entstehen häufig Verwechslungen zwischen der feinen Akoyaperle und der weit verbreiteten Süßwasserperle aus China. Sie ist das Produkt des Versuchs, mit einer Vielzahl von eingepflanzten Gewebeteilchen eine möglichst große Anzahl von Perlen in einer Muschel heranzuzüchten. In ihr entstehen auf diese Weise 10 bis 20 Perlen, die in den meisten Fällen jedoch relativ unrund sind, da keine runden Kerne eingesetzt werden.

Schmuck Expertenwissen Perlen

So fühlt sich Seidenschimmer an: die Südseeperle

Den Beinamen „Königin der Perlen“ trägt die Südseeperle zu Recht. Denn die Muschel mit dem Namen Pinctada maxima bringt in den warmen Gewässern der Südsee nicht nur Perlen von königlicher Größe, sondern auch von unglaublicher Farbenvielfalt hervor. Die seidig-matt schimmernden Schmuckstücke werden innerhalb von 24 und mehr Monaten 10 bis 20 Millimeter groß. Besonders viele Zuchtorte befinden sich an den Küsten Indonesiens und Australiens.
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Doppelreihiges Collier mit einer hochwertigen Südseeperle in vollendeter Tropfenform.

Die schönste Seite der Südsee ist ihre dunkle: die Tahitiperle 

Die dunkle Version der Südseeperle ist die Tahitiperle. Wie schon ihr Name sagt, wird sie hauptsächlich auf Tahiti, den Marquesas und den Cook Islands gezüchtet. Ihre Größe von 10 bis 20 Millimetern erreicht sie in 18 bis 24 Monaten. Die Besonderheit der in der Pinctada margaritifera gezüchteten Südseeschönheit ist ihre unglaubliche Farbenvielfalt. Sie reicht von Schwarz über Dunkel- und Silbergrau bis hin zu Gold- und Champagnertönen. In der Schmuckkreation bietet die Tahitiperle deshalb unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten.
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Anhänger und passender Ohrschmuck mit grauen Tahitiperlen und Brillanten.
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Collier BY KIM mit einem grünen Turmalin, Brillanten und farblich abgestimmten Tahitiperlen.

Passend zu ihrem Typ und Kleidungsstil können Sie unter verschiedenen Perlenkettenlängen und -tragearten wählen.

  1. Collier de Chien
    Diese beginnen bei dem eng um den Hals anliegenden Collier de Chien (auf Deutsch: Hundehalsband), das meist aus zwei, drei oder mehr Reihen besteht – ein ideales Accessoire zum langen Abendkleid.
  2. Choker
    Die klassischste­ Kettenlänge (35 bis 40 Zentimeter) hat der Choker. Er passt zum sportlichen Tages-Outfit wie zur eleganten Abendgarderobe.
  3. Matinéekette
    Die bis zu 60 Zentimeter lange Matinéekette kleidet ebenfalls sportliche Frauen und ist der perfekte Blickfang für jedes Business Outfit.
  4. Opérakette
    Ihr folgt die bis zu 90 Zentimeter lange elegante Opérakette. Sie lässt sich ein- und zweireihig tragen und wird als Königin unter den Perlenketten­ bezeichnet.
  5. Sautoire
    Der Sautoire­ mit einer Länge zwischen 120 und 160 Zentimetern schließlich gefiel wegen seiner­ sinnlichen Ausstrahlung nicht nur Coco Chanel.
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Die beste Pflege für Ihre Perlen sind Sie selbst

Auch wenn die Natur sie bereits perfekt an uns weitergibt, bedürfen die sensiblen Perlen einer entsprechenden Pflege. Parfum, Puder und Haarspray lassen sie, genau wie Säuren und alkoholhaltige Kosmetika, ermatten. Bei der Aufbewahrung sollten Sie Ihre Perlen von anderen Schmuckstücken trennen. Das wichtigste Pflegemittel für Perlen ist Ihre Haut, denn der Kontakt mit ihr lässt sie im schönsten Glanz erstrahlen. Weil sie mit der Zeit an Spiel gewinnt, sollten Sie Ihre Perlenkette einmal im Jahr von uns überprüfen lassen. Bei Bedarf ziehen wir die Kette mit Naturseide neu auf und verknoten jede Perle einzeln von Hand. Für Wempe-Perlencolliers ist dieser Service in den ersten fünf Jahren kostenfrei.

 

Alle abgebildeten Perlen sind Zuchtperlen.

 

Auf Wunsch fertigen wir ein Perlencollier individuell nach Ihren Vorstellungen.

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