Zeitumstellung: Von der Sommer- zur Winterzeit

Am 30. Oktober stellen wir die Uhren um, denn morgens um 2 Uhr beginnt die „Winterzeit“. Warum der Begriff genau genommen nicht korrekt ist? Was die Zeitumstellung mit Schweizer Milchkühen zu tun hat? Antworten und viele weitere interessante Informationen zum Thema Zeitumstellung erfahren Sie hier. Außerdem verraten wir Ihnen, warum das Umstellen von Uhren keine lästige Pflicht, sondern ein besinnlich-schönes Ritual ist.

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Eigentlich geht es doch nur um eine Stunde. Trotzdem sorgt die Zeitumstellung zweimal im Jahr für jede Menge Gesprächsstoff und Verwirrung. Wenn am 30. Oktober um 3 Uhr die Sommerzeit endet, können wir uns über eine zusätzliche Stunde freuen. Denn die folgende Winterzeit beginnt schon um 2 Uhr. Die Bezeichnung „Winterzeit“ ist genau genommen nicht korrekt, denn technisch gesehen handelt es sich um die "Normal-“ oder „Zonenzeit“.

Winterzeit? Sommerzeit? Normalzeit? Lassen Sie sich nicht verwirren.

Um die gültige Regelung für die Zeitumstellung besser zu verstehen, hilft ein Blick in die Geschichte: Die für sieben Monate gültige Sommerzeit ist eine Ausnahmeerscheinung von den Zeitzonen, die 1884 erstmals festgelegt wurden. Sie bilden bis heute in vielen Ländern die Basis für den reibungslosen Fernverkehr. Die lokale Ortszeit war durch die Einführung der Zeitzonen keine vom Sonnenstand abhängige Grundgegebenheit mehr, sondern eine praktische Konvention. Und die ließ sich natürlich auch vorübergehend abändern. In Ländern mit jahreszeitlich stark schwankender Tageslänge war man davon überzeugt, dass das Vorstellen der Uhren während der Sommermonate helfen könnte, Energie zu sparen.

Die universelle Idee hinter der Sommerzeit: Durch früheres Aufstehen sollte sich das Tageslicht besser nutzen lassen. Das sparte damals nicht nur Kerzen, Kohle und Petroleum, auch die Produktivität ließ sich so steigern. Ob das stimmt? Darüber streiten Experten, seit die „Daylight Saving Time“ 1916 zumindest zeitweise eingeführt wurde. Im Laufe der Geschichte wurde sie mehrmals abgeschafft und wieder eingeführt.

Die Ölkrise der 1970er-Jahre sorgte schließlich für die permanente Rückkehr der Sommerzeit. Dass sie bis heute gültig ist, hat nicht nur energiepolitische Gründe. Was ursprünglich in Notsituationen helfen sollte, kann auch die Lebensqualität erhöhen: „Sommerzeit“ klingt nicht nur wie ein Versprechen. Sie ermöglicht auch ganz praktisch lange, helle Abende im Biergarten oder am Strand. Eben diese Vergnügungen, unken Zeitumstellungsgegner, steigern den Energieverbrauch eher, als ihn zu senken.
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Die Seebataillon GMT von Mühle Glashütte zeigt nicht nur die „konventionelle Zeit“, sondern auch die Abweichung von der „wahren Ortszeit“ an.
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Die Reverso Classic Large Duoface besticht durch das „Duoface-Konzept“, bei dem ein einziges Uhrwerk zwei Rücken an Rücken liegende Zifferblätter antreibt.

Die Zeit lässt sich nicht vor- oder zurückdrehen. Uhren schon.

Vor „Unordnung“ im körpereigenen Energiehaushalt durch die Uhrenumstellung warnen einige Chronobiologen. Sie sind sicher: Das Hin und Her bringt den Biorhythmus durcheinander. Stimmt nicht, widersprechen andere, der verlaufe sowieso nicht stundengenau. Auch die Schweizer sorgten sich um den Biorhythmus. Nicht den der Menschen, sondern den ihrer Tiere. Um die Milchleistung der Kühe zu optimieren, wurde dort die Sommerzeit vorübergehend ausgesetzt. Allerdings war bald die Sorge noch größer, dass man im synchronen Europa zur Zeitinsel werden könnte. Sommer- und Winterzeit wurden deshalb wieder eingeführt. Weil man die Zeit natürlich nicht vor- oder zurückdrehen kann, sprechen die Schweizer bis heute korrekterweise von der „Uhrumstellung“.

Auch in Deutschland gab es in den späten 40er-Jahren einige Verwirrung. Hier galten unterschiedliche Regelungen für Ost und West. Zusätzlich sorgte eine vorrübergehend eingeführte „Hochsommerzeit, mit gleich zwei Stunden Vorsprung auf den Standard, für Konfusion. Seit 1980 gilt die Sommerzeitregelung wieder in Deutschland, seit 2002 ist sie für alle Mitgliedsländer der Europäischen Union verbindlich.
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Manuelle Zeiteinstellung: Besser nicht rückwärts drehen.

Heute stellen sich viele elektronische Uhren natürlich längst automatisch um. Mechanische Zeitmesser müssen dagegen von Hand umgestellt werden. Für Uhrenliebhaber ist das keine lästige Pflicht, vielmehr ein festes Ritual, das Freude bereitet. Aktiv die Zeit per Hand festzulegen und sich so auf das neue Halbjahr einzustellen, wird so zum sinnlichen Erlebnis. Sie möchten sich trotz Zeitumstellung noch nicht ganz von der Sommerzeit verabschieden?
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Mit dieser Weltzeituhr lassen sich 37 Zeitzonen komfortabel ablesen, einschließlich derer, die von der benachbarten weniger als eine Stunde abweichen. Sie informiert über die aktuelle Zeit in mehr als 30 Orten rund um den Globus – und das mit Tag- und Nachtanzeige.

Wir haben für Sie einige Uhren zusammengestellt, die Sommer- und Winterzeit anzeigen – oder auch die wahre Ortszeit.

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