Die faszinierende Welt der funkelnden Turmaline

Funken des Regenbogens: Turmaline beeindrucken mit einer einzigartigen Farbenpracht in allen Nuancen des Spektrums. So berühmt wurde dieses Farbenspiel, dass die intensivsten Turmalintöne eigene Namen tragen. Erfahren Sie mehr über einen buchstäblich facettenreichen Edelstein.

  • Rosaroter Verführer: Die rosafarbene Varietät des Turmalins heißt Rubellit und verdankt ihren sanften Schimmer Spuren von Mangan. Selten sind einfarbig tiefrote Kristalle. Spektakuläre Farbverläufe von Rot über Orange, Braun und Gelb bis Grün in einem einzigen Kristall sind dagegen nicht ungewöhnlich.
  • Leuchtendes Kanariengelb: Gelb leuchtende Steine werden auch Canary-Turmaline genannt. Die attraktive natürliche Farbe entsteht durch Spuren von Mangan und/oder Titan sowie Eisen.
  • Er grünt so grün: Verdelith heißen grüne Turmaline. Die Färbung entsteht durch Chrom und/oder Vanadium.
  • Blaues Wunder: Spuren von Eisen färben den Turmalin tiefblau. Steine in allen Blauschattierungen heißen Indigolith.

Wissenswertes über Turmaline

  1. Lichteffekt
    Turmaline haben bei Lichteinfall eine relativ hohe Doppelbrechung und sind an ihrer starken Mehrfarbigkeit erkennbar.
  2. Weltweite Werte
    Die wertvollsten Turmaline, deren Abbau sich in größerem Stil lohnt, werden außer in Brasilien zurzeit in Afrika gefunden.
  3. Unendliches Farbenspiel 
    Brasilien ist der wirtschaftlich wichtigste Fundort für Turmaline. Dort werden Edelsteine in allen Farben des Regenbogens gefunden – oft sogar in einer einzigen Mine und in derselben Ader des Muttergesteins Pegmatit.
  4. Bestens in Form
    Die längliche, stabähnliche und dreikantige Gestalt der rohen Turmalinkristalle ist signifikant. Ihre Ausprägung bestimmt meist die spätere Form des Steins.
  5. Buntes Innenleben 
    Farbverläufe gibt es beim Turmalin nicht nur längs, sondern auch quer. Dreifarbige, außen grüne Kristalle mit einer darunterliegenden weißen Schicht und einem roten Kern nennt der Volksmund „Wassermelonen-Turmaline“.
  6. Klassischer Exot 
    Der Name „Turmalin“ geht auf das singhalesische Wort „turamali“ (= Stein mit gemischten Farben) zurück. Die ganze Farbenpracht dieses Minerals und seine unterschiedlichen Erscheinungsformen wurden jedoch erst ab 1800 wissenschaftlich untersucht.
  7. Geschliffener Auftritt
    Mit einer Härte von 7 1⁄2 auf der Mohs’schen Härteskala der Mineralien liegt der Turmalin zwischen Quarz und Topas. Schleifer nutzen den beim Turmalin besonders starken Effekt des Dichroismus (= unterschiedliche Farbe des Kristalls je nach Blickwinkel), um die optimale Steinfarbe zu erhalten.
  8. Zauberstab
    Turmaline lassen sich elektrisch aufladen – der Grund für deren historische Funktion als „Aschentrekker“: Durch die Anziehungskraft der Stäbe ließ sich mit Turmalinkristallen Asche aus Pfeifen „ziehen“. Wegen dieser Eigenschaft sollten Schmuckstücke mit Turmalinen häufiger gereinigt werden.

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