Tiefer tauchen

30 m, 3 bar oder 3 atm – welche Einheit gibt die Wasserdichtheit einer Uhr richtig an? Was bedeutet „wasserdicht“ überhaupt? Und kann man bei einer Uhr mit einer Wasserdichtheitsangabe von zehn Metern wirklich zehn Meter tief tauchen? Wir bringen Ordnung in die Begriffsvielfalt und haben außerdem einige Tipps für Sie zusammengetragen. Hier erfahren Sie mehr über das perfekte Handling einer Uhr, wenn sie mit Wasser in Berührung kommt.

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Die Wasserdichtheit wird je nach Hersteller in Bar (bar), in Metern (m) oder Atmosphären (atm) angegeben. Meterangaben können nicht mit der Tiefe eines Tauchganges gleichgesetzt werden. Sie beziehen sich nicht auf eine reale Tauchtiefe, sondern auf den Prüfdruck unter Laborbedingungen. Die Angabe 1 bar entspricht ülicherweise 1 atm bzw. 10 m Prüfdruck. Uhren mit einer 1-bar-Wasserdichtheit sind zwar spritzwassergeschützt – duschen, schwimmen oder gar tauchen sollten Sie jedoch nicht damit.

 

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Wasserdruck baut sich schnell und ganz unterschiedlich stark auf. Im alltäglichen Gebrauch entsteht beispielsweise unter einem Wasserstrahl (bis zu 4 bar), bei Schwimmbewegungen, einem Sprung vom Beckenrand oder einem Sturz vom Surfbrett ein erhöhter Druck.

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Wasserdichtheit ist keine bleibende Eigenschaft. Dichtungen altern, je nach Gebrauch und Trageverhalten, unterschiedlich schnell. Auch werden Dichtelemente von Schweiß und Säuren angegriffen und lassen mit der Zeit nach. Wenn eine Uhr großen Temperaturunterschieden ausgesetzt wird, etwa bei einem Sonnenbad mit anschließendem Sprung ins kühle Wasser, kann sich im Gehäuse Kondensflüssigkeit bilden. Auch Salzwasser verursacht eine erhöhte Korrosion, daher sollte eine Uhr nach dem Aufenthalt im Meer mit Süßwasser abgespült werden. Grundsätzlich empfiehlt sich eine jährliche Kontrolle der Dichtungen und Dichtheit. Diese wird bei uns übrigens kostenlos durchgeführt.
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Um Klarheit zu schaffen, gibt es zwei DIN-Normen. Die DIN 8310 definiert die Wasserdichtheit von Kleinuhren. Uhren, die als „wasserdicht“ bezeichnet werden, müssen widerstandsfähig gegen Schweiß, Regen und gegen Eintauchen in Wasser über 30 Minuten bei einer Wassertiefe von einem Meter sein. Hält sie dabei dicht, darf sie die Bezeichnung „wasserdicht“ tragen. Uhren dieser Kategorie eignen sich zum Händewaschen, nicht aber zum Tauchen.

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Die DIN 8306 gibt viele verschiedene Anforderungen an eine professionelle Taucheruhr vor, dazu gehören zum Beispiel folgende:
  • Die Uhr muss zwei Stunden in einer Wassertiefe verbleiben, die der vom Hersteller gemachten Druckangabe entspricht. Anschließend erfolgt ein dreistündiger Aufenthalt in drei Metern Tiefe.
  • Die Taucheruhr muss 24 Stunden ohne sichtbare Spuren in warmem Salzwasser überstehen und während bzw. nach 20 Minuten Wasserdruck entsprechend der angegebenen Tiefe noch funktionieren.
  • Die Uhr muss eine Einrichtung zur Vorwahl einer Zeitspanne haben, für gewöhnlich ist das ein einseitig drehbarer Ring bzw. eine Lünette. Die vorgewählte Zeitspanne und der Sekundenzeiger müssen auch im Dunkeln erkennbar sein.
  • Vor und nach jedem Drucktest erfolgt ein Kondenswassertest, um die Dichtheit des Gehäuses festzustellen. Es wird dazu auf 40 Grad Celsius erwärmt, anschließend wird das Glas mit einem Wassertropfen benetzt. Nach dem Trockenwischen darf sich auf der Innenseite kein Kondenswasser bilden
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Zur Orientierung: Wasserdichtheit im Überblick
  • 3 bar: Die Uhr ist spritzwassergeschützt. Händewaschen mit der Uhr ist möglich.
  • 5 bar: Mit der Uhr lässt es sich Hände waschen, duschen und baden.
  • 10 bar: Mit dieser Uhr kann man schwimmen, schnorcheln, Wassersport treiben oder Ski fahren.
  • Ab 20 bar: Dies sind Taucheruhren für das Gerätetauchen.
  • Mehr als 100 bar: Diese Spezialtaucheruhren sind für das Tiefseetauchen geeignet.

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