



Dürfen wir Ihnen unsere berühmteste Designerin vorstellen: die Natur.
Perlen sind die ältesten Juwelen der Welt. Um ihre Entstehung ranken sich unzählige Mythen, in früheren Kulturen wurden sie gar als Tränen der Götter bezeichnet. Ein Grund für diese Faszination liegt sicher darin, dass die Perle das einzige Schmuckstück ist, welches die Natur in vollkommener Schönheit an uns weitergibt. Mit ausreichender Reife verfügt sie bereits in ihrer Muschel über alle Eigenschaften, die sie zum perfekten Schmuck ihrer Trägerin werden lassen. Denn speziell auf Frauen haben die glänzenden Kleinode schon immer einen besonderen Reiz ausgeübt.
Wohlhabende Römerinnen trugen sie auch nachts, um bessere Träume zu haben. Eine weltbekannte Königin schuf mit ihrem Perlenohrring eine unglaubliche Legende: Im Rahmen einer Wette löste Kleopatra besagtes Schmuckstück in Wein auf und servierte ihrem Geliebten Mark Anton den wohl teuersten Liebestrank der Welt. Eine fast ebenso spektakuläre Geschichte verbindet eine andere berühmte Besitzerin mit einer noch bekannteren Perle: Nachdem sie 500 Jahre Kriege und Scharmützel überstanden hatte, landete „La Peregrina“ fast im Magen des Pekinesen von Elizabeth Taylor. Die Schauspielerin konnte das Valentinsgeschenk ihres Mannes Richard Burton noch in letzter Sekunde retten.
Auch das Meer verpackt seine Schmuckstücke in hübschen Schatullen.
Lange Zeit waren Perlen aufgrund ihrer Seltenheit den Reichen und Privilegierten vorbehalten. Erst Anfang des letzten Jahrhunderts konnte man im Fernen Osten das große Geheimnis um ihre Entstehung lüften und erste Perlen züchten. Den Japanern war es gelungen, den natürlichen Prozess der Perlmuttbildung künstlich zu initiieren. Denn sowohl eine Natur- als auch eine Zuchtperle sind das Ergebnis eines Abwehrprozesses der Muschel, die einen zufällig in sie gelangten Parasiten oder einen bewusst eingebrachten Kern zum Schutz ihres Weichgewebes nach und nach mit Perlmutt-Kristallplättchen (Aragonit) umschließt. Auch bei Zuchtperlen dauert dieser Prozess Jahre und ist einer Vielzahl von Störfaktoren ausgesetzt.
Wie erfolgreich einzelne Züchter waren, zeigt sich bis heute auf der japanischen Perlenauktion, die zwölfmal jährlich in Tokio oder Kobe stattfindet. Auch wir nutzen als einer der wenigen zugelassenen europäischen Juweliere zweimal im Jahr die Möglichkeit, dort die schönsten Meeresjuwelen zu ersteigern. Dass es sich bei allen angebotenen Perlen um echte Zuchtperlen handelt, ist Ehrensache. Wenn Sie selbst einmal die Echtheit von Perlenschmuck überprüfen möchten, unterziehen Sie ihn einfach dem Zahntest: Eine echte Perle wird sich rauh und sandig an ihren Zähnen anfühlen – eine Kunststoffperle gleitet an ihnen ab.
Perlen sind wie die Frauen, die sie tragen: Jede ist einzigartig.
Wenn die Perlen eines hochwertigen Colliers auch auf den ersten Blick gleich erscheinen, so macht es doch ihren besonderen Reiz aus, dass jede ein absolutes Unikat ist. Um ihren Wert vergleichen zu können, achten Sie bitte auf folgende fünf Qualitätskriterien für Perlen:
- Lüster: Je stärker die Beschichtung einer Perle ist, desto tiefer kann auch ihr Glanz und dementsprechend höher ihre Qualität sein.
- Oberfläche: Eine wertvolle Perle ist möglichst glatt und frei von Wachstumsmerkmalen.
- Form: Je runder die Perle, desto wertvoller ist sie.
- Farbe: Die Farbe ist ein subjektives Kriterium, denn sie ist selbstverständlich Geschmackssache. Wichtig ist, dass sie zum jeweiligen Hauttyp passt. Sollten Sie sich bei Ihrer Wahl nicht sicher sein, beraten wir Sie gern ausführlich in Ihrer Wempe Niederlassung.
- Größe: Grundsätzlich steigt der Wert einer Perle mit zunehmender Größe. Das gilt jedoch nur, wenn sie auch alle anderen Qualitätskriterien erfüllt. Ist das nicht der Fall, ist eine kleinere, aber besser beschichtete Perle die wertvollere.
Klasse statt Masse: Die Akoyaperle.
Die feine Akoyaperle stammt vornehmlich aus japanischen Salzgewässern. Pinctada Martensii ist der Name der Muschel, in der jeweils nur ein Kern zur Perle gezüchtet wird. Die Zuchtdauer beträgt neun bis 24 Monate. In dieser Zeit wächst sie bis zu einer Größe von zehn, in Ausnahmefällen auch elf Millimeter heran. Um ihren Wert richtig einschätzen zu können, muss man wissen, dass die Zucht von Akoyaperlen extrem aufwendig ist: Ein Volumen von 1.000 eingepflanzten Kernen ergibt gerade einmal 80 Perlen guter bis sehr guter und damit Wempe Qualität.
Keine ganz runde Sache: Die chinesische Süßwasser-Perle.
Wenn Sie sich einmal über abweichende Preise für auf den ersten Blick gleiche Perlenketten wundern, informieren Sie sich bitte über die Herkunft der Perlen. Denn es entstehen häufig Verwechslungen zwischen der feinen Akoyaperle und der weitverbreiteten Süßwasserperle aus China. Sie ist das Produkt des Versuchs, mit einer Vielzahl von eingepflanzten Gewebeteilchen eine möglichst große Anzahl von Perlen in einer großen Muschel heranzuzüchten. In ihr entstehen auf diese Weise zehn bis 20 Perlen, die in den meisten Fällen jedoch relativ unrund sind, da keine runden Kerne eingesetzt werden. Das fällt nicht immer gleich auf, doch Perlen verbergen keinerlei Fehler: Bei einem direkten Vergleich durch Drehen zweier Stränge werden Sie über den Unterschied staunen.
So fühlt sich Seidenschimmer an: Die Südseeperle.
Ihren in aller Welt bekannten Beinamen „Königin der Perlen“ trägt die Südseeperle zu Recht. Denn die Muschel mit dem Namen Pinctada Maxima bringt in den warmen Gewässern der Südsee nicht nur Perlen von königlicher Größe, sondern auch von unglaublicher Farbenvielfalt hervor. Die seidig matt schimmernden Schmuckstücke werden innerhalb von 24 und mehr Monaten zehn bis zwanzig Millimeter groß. Besonders viele ihrer Zuchtorte finden sich an der australischen Küste und in Indonesien.
Die schönste Seite der Südsee ist ihre dunkle: Die Tahitiperle.
Die dunkle Version der Südseeperle ist die Tahitiperle. Wie schon ihr Name sagt, wird sie hauptsächlich auf Tahiti, den Marquesas und den Cook Islands gezüchtet. Ihre Größe von 10 bis 20 Millimeter erreicht sie in 18 bis 24 Monaten. Die Besonderheit der in der Pinctada Margaritifera gezüchteten Südseeschönheit sind die dunklen Farbtöne, die sie in einer unglaublichen Vielfalt hervorbringt. Sie reichen von Schwarz über Dunkel- und Silbergrau bis zu Gold- und Champagnerfarben. In der Schmuckkreation bietet die Tahitiperle deshalb unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten.
Die bezauberndsten Südseeperlen kommen aus Schwäbisch Gmünd.
Bei der Gestaltung unserer Kollektion BY KIM im Wempe Atelier in Schwäbisch Gmünd steht neben handwerklicher Perfektion auch die Lust an innovativen Kreationen im Vordergrund. Deshalb gehören die seit 1956 in Australien gezüchteten Südseeperlen und insbesondere die Tahitiperlen zu den ganz besonderen Lieblingen des BY KIM Design-Teams. Denn nicht nur ihre unglaubliche Größe, sondern vor allem ihre märchenhafte Farbvielfalt eröffnet völlig neue Kombinationsmöglichkeiten beim Entwerfen von Schmuckstücken und bei der Inszenierung von Edelsteinen. Wenn Sie sich auch vom Charme unserer Südseeschönheiten verzaubern lassen möchten, beraten wir Sie gern in Ihrem Wempe Geschäft.
In der Verführungskunst ist der Perlenohrring bis heute ein Klassiker.
Nicht erst seitdem der holländische Maler Jan Vermeer ihn mit seinem berühmten Gemälde „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ auf faszinierende Art in Szene gesetzt hat, ist dieser Ohrschmuck zu einem Symbol verführerischer Weiblichkeit geworden. Bis heute unterstreicht der Schmuckklassiker die Schönheit von Frauen auf ebenso dezente wie natürliche Weise. Und weil die Natur niemals ein komplett identisches Paar hervorbringen wird, bestätigt eine leichte Abweichung in Form und Farbe die Einzigartigkeit Ihrer Perlen.
Von klassisch bis sinnlich: Finden Sie die Kette, die zu Ihnen passt.
Passend zu ihrem Typ und Kleidungsstil können Sie unter verschiedenen Perlenkettenlängen und -tragearten wählen. Diese beginnen bei dem eng am Hals anliegenden Collier de Chien, das meist aus zwei, drei oder mehr Reihen besteht. Die klassischste Kettenlänge hat der Choker. Er ist besonders vielseitig und passt ebenso zur sportlichen Tages- wie zur eleganten Abendgarderobe. Die bis zu 60 cm lange Matinéekette kleidet speziell sportliche Frauen und verschönert als schickes Accessoire jedes Business-Outfit. Ein- und zweireihig getragen wird sie als Königin unter den Perlenketten bezeichnet. Der Sautoire schließlich gefiel wegen seiner sinnlichen Ausstrahlung nicht nur Coco Chanel. Ihr folgt die bis zu 90 cm lange elegante Opérakette.
Die beste Pflege für Ihre Perlen sind Sie selbst.
Auch wenn die Natur sie bereits perfekt an uns weitergibt, bedürfen Ihre sensiblen Perlen einer entsprechenden Pflege. Parfum, Puder und Haarspray lassen ihren Glanz, genau wie Säuren und alkoholhaltige Kosmetika, ermatten. Bei der Aufbewahrung sollten Sie Ihre Perlen von anderen Schmuckstücken trennen. Das wichtigste Pflegemittel für Perlen hingegen ist Ihre Haut, denn der Kontakt mit ihr lässt sie im schönsten Glanz erstrahlen. Weil sie mit der Zeit an Spiel gewinnt, sollten Sie Ihre Perlenkette außerdem einmal im Jahr von uns überprüfen lassen. Bei Bedarf ziehen wir die Kette komplett neu mit Naturseide auf und verknoten jede Perle einzeln von Hand. Für Wempe Ketten ist dieser Service in den ersten fünf Jahren kostenlos.


























